Ex-Kanzler Kurz fordert schon vor Prozessbeginn einen Freispruch in der Causa Falschaussage vor dem Ibiza-Ausschuss. Wenn Herr Kurz der Meinung ist, er sei unschuldig, so soll er den Prozess über sich ergehen lassen und als freier Mann aus dem Gericht spazieren. Doch statt dessen wird auf die WKStA verbal hingedroschen und alle möglichen anderen Personen mitbeschuldigt. Wie soll man als normaler Bürger noch an den Rechtsstaat glauben, wenn fast alle beschuldigten Politiker auf die Justiz einschlagen? Der Türkise Ex-Kanzler mag ja von seiner Unschuld überzeugt sein, aber ob er das Gericht und die Österreicher überzeugen kann, dass er von der Bestellung zum Chef der ÖBAG Thomas Schmid nichts gewusst hat, ist eine andere Sache. Glaubhaft ist es nicht, denn wenn einer der wichtigsten und mächtigsten Posten in Österreich vergeben wird, soll der Firmenchef nichts gewusst haben? Man möge sich das in einer Firma vorstellen! Da könnte man auf die Idee kommen, der Chef versteht es nicht, oder es ist ihm egal, und das wollen wir doch unserem unfehlbaren Ex-Kanzler nicht unterstellen.
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