Wenn ein Herr Loacker von den Neos davon spricht, dass „Schluss sein muss mit Pensionsgeschenken“, so empfinde ich dies als Frechheit. Leute, die ihr Leben lang gearbeitet haben und sich den Ruhestand mehr als verdient haben, als geldgierige Personengruppe an den Pranger zu stellen, ist mehr als entwürdigend. Die prognostizierten 9,7% Pensionserhöhung entsprechen ohnehin nur der Inflationsabgeltung des letzten Jahres. Die heutigen Pensionisten kannten in der Mehrheit keine jetzt angedachte 32-Stunden-Woche, keine Work-Life-Balance, mehrmals Urlaub im Jahr, sondern genau das Gegenteil. Da wurde oftmals 10–12 Stunden am Tag und 6 Tage die Woche am Bau oder in der Fabrik geschuftet, im Gastgewerbe ohne freien Tag eine Saison lang durchgearbeitet, und jetzt soll eine gesetzlich verankerte Pensionserhöhung ein Geschenk sein. Dafür fehlt mir jegliche Einsicht.
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