Das freie Wort

Kinderarmut in Österreich

Mit seinem Leserbrief vom 15. 4. hat mir Herr Josef Mair aus der Seele gesprochen. Verzichten ist in der heutigen Zeit nicht angebracht, alles muss auf einmal sein, und der Staat soll sich um alles kümmern. Wenn ich Kinder in die Welt setze, habe ich die Verantwortung, sie zu versorgen. Mein Lebensmotto lautet: Zuerst das Wichtige, dann das Nützliche und zum Schluss das Angenehme – und alles Überflüssige weglassen. Ist eine sehr gute Voraussetzung, um über die Runden zu kommen. Unser Staat ist übersozial mit Förderungen, Gratiskindergarten, Familien- und Kinderbeihilfe, Gratisstudium und noch einiges mehr. Zu meiner Zeit gab es keine Familien- bzw. Kinderbeihilfe, keinen Kindergarten und keine staatlichen Förderungen. Wir waren vier Geschwister, Vater Alleinverdiener, Mutter versorgte uns alle, und keiner musste Hunger leiden. Es wurde gesund gekocht, mit Lebensmitteln, die zur Verfügung standen und Gott sei Dank gab es zu der Zeit keinen Lieferservice, nur damit man sich das Kochen erspart. Arbeit ist in der heutigen Zeit nicht mehr gefragt, aber umso höher die Forderungen vom Staat, für alles aufzukommen. Jedoch keiner ist gewillt, einen Beitrag zu leisten. So kann das nicht weitergehen! Wir alle sollten glücklich sein, in einem Land wie Österreich leben zu dürfen.

Traude Netzberger, Klagenfurt

Erschienen am Di, 18.4.2023

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