Das freie Wort

Heile Welt mit neuen Scheinen?

Kaum ist der Euro zwanzig Jahre alt, und schon möchte die Europäische Zentralbank (EZB) wieder neue Scheine kreieren. Für mich ist das ein Ablenkungsmanöver für die Unfähigkeit dieses Institutes, das tatenlos zusieht, wie die Inflationsrate in Österreich über 4% und in Deutschland sogar über 5% klettert. Nächstes Jahr werde die Inflation wieder niedriger sein, sagt die EZB, aber woher nimmt sie diese Zuversicht? Es geht um die kalte Enteignung der Sparer, die mit null Prozent Zinsen abgespeist werden. Genuss ist das wirklich keiner! Die Wirklichkeit ist ja die, dass es um die Umverteilung von Vermögen von Nord nach Süd – inklusive Frankreich – geht, damit diese Länder am Kapitalmarkt günstige Kredite bekommen. Ehrlich gesagt, wer weiß schon, welches Motiv auf dem 50-Euro-Schein ist? Hauptsache ist doch, welches Nominale draufsteht und ob man genug davon hat, oder? Wichtiger wäre jetzt einmal, die 1- und 2-Cent-Kupfermünzen abzuschaffen! In Amerika gibt es seit 1792 den sogenannten Greenback, der nie wesentlich verändert wurde und alle Kriege und Krisen überstanden hat. Das nenne ich Stabilität, und ich wünsche mir jetzt auch einmal eine heile Welt, die noch ein paar Jahre hält. Mit oder ohne neue Euro-Noten.

Josef Blank, Elsbethen

Erschienen am Sa, 11.12.2021

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