Denkmal eingeweiht

König Charles ehrte LGBTQ-Angehörige der Armee

Royals
28.10.2025 07:12
Porträt von krone.at
Von krone.at

König Charles III. hat einen Kranz am ersten Denkmal des Landes für Mitglieder der LGBTQ-Gemeinschaft niedergelegt, die in der britischen Armee gedient haben. Neben dem Monarchen, der das Oberhaupt der Streitkräfte ist, nahmen an der Einweihung des Denkmals „An Opened Letter“ (Ein geöffneter Brief) in der nationalen Gedenkstätte Arboretum in Staffordshire am Montag Dutzende Soldaten und Veteranen teil.

„Hunderte LGBTQ-Veteranen haben katastrophale Erfahrungen gemacht, ihr Leben und ihre Karriere wurden zerstört“, sagte Brigadier Clare Phillips bei der Einweihungszeremonie. 

Aus Worten von Betroffenen zusammengesetzt
„Die heutige Enthüllung dieses unglaublichen Denkmals soll uns daran erinnern, dass wir auf den Schultern von Riesen stehen – jenen Menschen, die gegen Diskriminierung und Verfolgung gekämpft haben, damit wir heute offen und stolz dienen können“, fügte Phillips hinzu.

Am Montag wurde das erste Denkmal in Großbritannien für Mitglieder der LGBTQ-Gemeinschaft ...
Am Montag wurde das erste Denkmal in Großbritannien für Mitglieder der LGBTQ-Gemeinschaft eingeweiht.(Bild: AFP/PHIL NOBLE)
König Charles ehrte LGBTQ-Angehörige der Armee und legte am Denkmals „An Opened Letter“ einen ...
König Charles ehrte LGBTQ-Angehörige der Armee und legte am Denkmals „An Opened Letter“ einen Kranz nieder.(Bild: AFP/PHIL NOBLE)

Das Bronze-Denkmal stellt einen geknickten und gedrehten Brief dar, der aus aneinandergefügten Worten aus Aussagen betroffener Menschen zusammengesetzt ist.

Demütigungen und Misshandlungen
Obwohl Großbritannien 1967 mit der Entkriminalisierung von Homosexualität bei Männern begann, war es Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transmenschen bis zum Jahr 2000 verboten, in der Armee zu dienen.

Wer verdächtigt oder überführt wurde, in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung zu sein, wurde laut einem 2023 veröffentlichten Bericht der Regierung häufig gedemütigt, misshandelt und entlassen. Betroffene verloren oft nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern manchmal auch ihre Pensionsansprüche.

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