Der ÖVP-Abgeordnete Andreas Hanger führt eine neue Form der Wahrheit ein. Für einen Untersuchungsausschuss soll künftig die Wahrheitspflicht für Fragen gelten. Ich verstehe nicht, was eine wahre Frage ist. Wird z. B. in einem Untersuchungsausschuss die Frage gestellt: „Haben Sie von der Firma X Geld genommen und ihr dafür zu einem Vorteil verholfen?“, und der Gefragte sagt: „Nein.“ Hat dann der Fragende gelogen? Ich kann mir gut vorstellen, dass Herr Hanger mit dieser Ankündigung der Wahrheitspflicht für Fragen ein weites Betätigungsfeld für Philosophen eröffnet hat.
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