Die EU hat sich also einen neuen klima- und energiepolitischen Rahmen bis 2030 gesetzt. Man möchte sich als „Klimaretter“ (wovor rettet man das Klima eigentlich?) und damit als Retter der Menschheit gerieren. Dieselbe Institution ebnet gleichzeitig im wahrsten Wortsinn die Wege für den Europa-weiten und auch darüber hinausgehenden Lkw-Schwerverkehr, der heute sicher zu den wesentlichen Verursachern von Umweltschäden zählt! Wer auf Österreichs Transit-Autobahnen unterwegs ist, muss zwangsläufig den überaus stark zunehmenden, ja ausufernden Lkw-Fernverkehr als umweltpolitische Zumutung wahrnehmen, ganz abgesehen von der damit verbundenen Unfallgefahr. Da fahren Lkw kreuz und quer durch Europa, um halb fertige Produkte in ein Land zu bringen, wo der nächste Verarbeitungsschritt kostengünstiger ist – die Umwelt und der deutlich erhöhte Erhaltungsaufwand für die Verkehrswege scheinen da keine Rolle zu spielen. Man denke nur an die Nordseekrabben, die nach Marokko zum Pulen (Schälen) gefahren werden, um dann wieder zurück nach Deutschland zur Verpackung gebracht zu werden. Wer diesen Irrsinn offensichtlich bis zum Exzess unterstützt („der Warenverkehr darf auch in Corona-Zeiten nicht aufgehalten werden“), ist als Umweltschützer ohnehin unglaubwürdig! Diese Politik zeigt auch gerne auf ihre unvernünftigen Bürger, wenn Bilder mit Plastikmüll in den Meeren zu sehen sind. Dabei ist es die Politik, die den Export dieses Mülls erst möglich macht – wissend, wie problematisch der Umgang damit im Zielland ist. Diese heuchlerische, kapitalorientierte, indifferente und vor allem populistische Umweltpolitik der EU ist zutiefst abzulehnen! Es geht der mit dem Rettersyndrom infizierten Politikerkaste doch nur darum, mit diesem Vorwand neue Geldquellen (Abgaben und Steuern) zu erschließen.
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