Heute kaufte ich bei einem bekannten Lebensmitteldiskonter ein paar Fertigpuddinge im 200-Gramm-Plastikbecher. Zugegebenermaßen ist das nicht umweltfreundlich. Jedoch stellte ich fest, dass in die 200-Gramm-Becher nur noch 175 Gramm (laut Aufdruck) bei gleicher Bechergröße eingefüllt werden. Natürlich auch bei gleichem Preis. Das ist einerseits eine Verteuerung um 12,5% durch die Hintertür und andererseits eine Steigerung des Plastikmülls bei gleicher Lebensmittelmenge um 12,5%. Es gibt viele unnütze EU-Regelungen und Diktate, die ich gar nicht beginnen will aufzuzählen. In solchen Fällen wäre jedoch ein Verbot solcher Geschäftemachereien und Umweltsünden durchaus angebracht. Ich denke aber, dass EU-Regelungen, die die Lebensmittelkonzerne betreffen, nicht so leicht durchzusetzen sind, als wenn sie nur den kleinen Bürger betreffen, der sich nicht wehren kann und zur Kasse gebeten wird. Da könnte sehr viel gegen die Plastikflut getan werden.
Dr. Bernd Sommer, Graz
Erschienen am Fr, 17.1.2020
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