Das freie Wort

„Österreichische Lösung“ – von wegen!

Die Austrian Airlines stecken in Turbulenzen. Die Billigflieger, vor allem Ryanair, setzen ihr mit Preisen zu, bei denen man als Unternehmen, das vernünftige Gehälter zahlt und Strukturen aufrecht erhalten muss, nicht mehr mithalten kann. Als im Jänner 2018 Niki Lauda die damalige Flyniki aus der Konkursmasse der Air Berlin kaufte, jubelte der damalige Infrastrukturminister Norbert Hofer über eine „österreichische Lösung“. Nur ein paar Wochen später verkaufte Lauda seine Firma an Ryanair. Mit der Ryanair, die auf Kosten der Mitarbeiter die Konkurrenz massiv unterbietet, ist ein Player auf den Markt gekommen, gegen den die Austrian Airlines, eine Firma mit Betriebsrat und guten Arbeitsbedingungen, schwer ankommen. Das hat zur Folge, dass die AUA ihre Kosten auf dem Rücken der Mitarbeiter massiv senken muss, um zu überleben. Diese von Norbert Hofer so bejubelte „österreichische Lösung“ kostet 800 Mitarbeitern die Arbeit, wobei das wahrscheinlich erst der Anfang war.

Andreas Laszakovits, per E-Mail

Erschienen am Sa, 9.11.2019

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