Nur drei dagegen

Mehrheit der GAK-Gläubiger für Zwangsausgleich

Fußball
29.04.2008 14:57
Der Zwangsausgleich des zum zweiten Mal insolventen Grazer Regionalligisten GAK ist am Dienstag am Grazer Handelsgericht in der Gläubigertagsatzung mit großer Mehrheit durchgegangen. Von 195 Gläubigern haben lediglich drei dem Antrag nicht zugestimmt. Den Gläubigern soll nun eine 20-prozentige Quote winken, sicher ist das aber noch nicht. Denn die GAK-Verantwortlichen haben nun laut den Kreditschützern AKV und KSV acht Wochen Zeit, vor allem mit den Großgläubigern einen weiteren Verzicht bis auf fünf Prozent der Gesamtsumme zu verhandeln.

Laut Franz Blantz vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) sei der Zwangsausgleich zwar durch, der Klub damit aber noch nicht saniert. Die Großgläubiger wie Finanzamt, Stadt Graz, Land Steiermark und das Sportmarketing-Unternehmen IMG hätten zwar zugestimmt, aber lediglich einer 20-Prozent-Quote. Um eine solche Quote bei anzuerkennenden Verbindlichkeiten in der Höhe von rund 17,5 Millionen Euro zu befriedigen, sind rund 3,5 Millionen Euro vonnöten, die Investorengruppe des GAK rund um Wolfgang Egi hat rund drei Millionen Euro aufgestellt. "Darin sind allerdings das Trainingszentrum, die Fußballakademie und anderes enthalten", so der AKV.

Mit den drei Millionen Euro der Investoren solle jedoch auch die Saison 2007/2008 ausfinanziert werden, der eingebrachte Zwangsausgleich erfüllt, eine Entschuldung der GAK Stadionbetriebsgesellschaft m.b.H. und somit der Fortbestand des Trainingszentrums und die Erhaltung der Akademie erzielt werden. Von diesen zur Verfügung gestellten drei Millionen seien dem AKV zu Folge daher nur rund 1,2 Millionen Euro für die Erfüllung des Zwangsausgleiches vorgesehen.

Auch Republik Österreich unter den Gläubigern
Der Verein will sich deshalb bemühen, von den Großgläubigern - die mehr als 50.000 Euro vom Klub fordern -  Erklärungen zu erhalten, dass sie mit der Auszahlung einer fünfprozentigen Quote einverstanden sind. Auf diese Weise könnte das Zwangsausgleichserfordernis erheblich reduzieren werden. Hierzu lägen bereits zahlreiche Einverständniserklärungen vor. Mit einzelnen Großgläubigern - insbesondere der Republik Österreich über die Finanzprokuratur - sind die diesbezüglichen Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. GAK-Sektionsleiter Wolfgang Egi hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass man die Verhandlungen positiv abschließen werde.

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