Ein kleines Fragezeichen aber bleibt in diesem Zusammenhang: Sollten die Linzer die Saison auf Platz vier beenden und anschließend im UI-Cup die erste Hürde nehmen, müssten sie am Real-Wochenende zum Drittrunden-Rückspiel im "Strohhalm-Bewerb" antreten. "Das könnte noch ein Problem werden", musste Reichel zugeben.
Einziges Testspiel für Real
Selbst wenn dieses Szenario nicht eintritt, steht zu diesem Termin eine Bundesliga-Runde auf dem Programm. "In diesem Fall wäre der Plan, dass wir am Freitag auswärts spielen und dann am Sonntag gegen Real", sagte der LASK-Boss, der sich bei der Vermittlung der Partie bei den "Internationalen Fußball-Camps Steiermark" (IFCS) bedankte. Der spanische Rekordmeister, der von der FIFA zum besten Club des 20. Jahrhunderts ernannt wurde, logiert vom 21. Juli bis 1. August im Schlosshotel Pichlarn in Irdning. Das Match gegen den LASK ist das einzige Testspiel der "Königlichen" im Rahmen ihres Steiermark-Aufenthalts, zu dem 20 bis 25 spanischen Journalisten und ein eigenes TV-Team kommen.
Vastic hat gegen Real schon getroffen
LASK-Kapitän Ivica Vastic hat mit Real bereits Erfahrungen gemacht - allerdings keine allzu guten. In Madrid brachte er im Oktober 1998 Sturm Graz in der Champions-League-Gruppenphase zwar 1:0 in Führung, die Spanier siegten aber noch 6:1. Im Rückspiel zwei Wochen später in Graz gingen die Steirer gegen das "Weiße Ballett" 1:5 unter. Dennoch freut er sich schon auf ein Wiedersehen mit dem Meistercup-Rekordsieger. "Das wird für jeden Spieler von uns eine einzigartige Erfahrung, gegen solche Stars zu spielen", meinte der 38-Jährige im Wiener Haas-Haus, wo er vor rund drei Jahren mit Reichel seinen Transfer zum LASK besiegelt hatte. "Die Geschichte des LASK hat hier neu begonnen", sagte Reichel.
Der LASK bekommt ein neues Stadion
Unmittelbar nach der Partie gegen die Madrilenen beginnt die rund 25 Millionen teure Generalsanierung des Linzer Stadions. Parallel dazu laufen aber auch Gespräche über die Errichtung einer eigenen Fußball-Arena für den LASK. "Wir sind zuversichtlich, dass wir in rund acht Jahren in einem eigenen Stadion spielen können", meinte Reichel. Am Mittwoch hatte die Stadt Linz eine Zusage für eine Unterstützung von zehn Millionen Euro für dieses Projekt, dessen Gesamtkosten auf knapp 70 Millionen Euro geschätzt werden, gegeben. Auch das Land Oberösterreich greift dem ersten österreichischen Meister von außerhalb Wiens unter die Arme. Verhandlungen gibt es auch über eine Finanzspritze des Bundes sowie mit Partnern aus der Privatwirtschaft.
Doch nicht nur die endgültige Finanzierung, sondern auch der Standort für ein rund 20.000 Zuschauer fassendes Stadion ist noch nicht geklärt. "Wir wollen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten wissen, wo wir bauen, dann werden alle anderen Prozesse wie zum Beispiel die Umweltverträglichkeitsprüfung in die Wege geleitet", kündigte Reichel an.
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