Grund für die drohenden Absagen waren Ermittlungen des Bundeskartellamts wegen des Verdachts auf Wettbewerbsabsprachen zwischen DFB und Deutscher Fußball Liga (DFL). Laut der Behörde agieren die beiden Verbände auf dem Werbemarkt als Konkurrenten, stimmen sich aber bei der Sponsorensuche ab. Die Räumlichkeiten von DFB und DFL waren diesbezüglich am 26. Februar vom Bundeskartellamt durchsucht worden. Sollte sich der Verdacht erhärten, drohen laut "SZ" Strafen bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.
DFB-Präsident Theo Zwanziger (Bild) und seine Kollegen wiesen die Auffassung des Kartellamtes als "fehlerhaft" zurück. Der DFB stehe auf dem Sponsorenmarkt nicht in Konkurrenz mit den einzelnen Vereinen, sondern mit anderen Nationalteams. Dennoch hatte der Fußball-Bund laut Angaben der Zeitung ein "worst case"-Szenario entworfen, das die Absage der drei betreffenden Spiele vorgesehen hatte. Entwarnung kam erst am Donnerstagabend durch ein Schreiben des Kartellamtes, das vorerst für Beruhigung sorgte.
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