Einen Tag nach dem Rücktritt von Teammanager Fritz Fuchs war der krisengeschüttelte FCK beim direkten Konkurrenten ohne Chance und zeigte Auflösungserscheinungen. "Ich bin total angefressen. Von diesem Spiel kann ich nicht viel mitnehmen. Ich bin sehr, sehr enttäuscht von einigen Spielern, das war fast alibihaft", sagte der um Fassung bemühte Trainer, in dessen Truppe der Österreicher Stefan Lexa 90 Minuten durchspielte.
Die Hoffnung beim FCK trägt den Namen Stefan Kuntz, der als Vorstandsvorsitzender einen Neuanfang starten soll. "Der kann aber auch nicht mitspielen. Der kann nur die neue Saison planen", sagte Vorstandsmitglied Hans-Artur Bauckhage. Der noch bis zum Saisonende als Manager beim VfL Bochum tätige Ex-Profi Kuntz wird, wenn er denn tatsächlich kommt, seine Arbeit wohl in der 3. Liga aufnehmen und den verschuldeten Club mit noch geringeren Einnahmen sanieren müssen.
Eine offizielle Einigung mit Kuntz, der als Spieler mit Lautern DFB-Pokalsieger (1990) und deutscher Meister (1991) wurde, steht allerdings noch aus. Die Gespräche der Vereinsführung mit Kuntz hatten die Verwerfungen in dem einstigen Renommierclub zuletzt wieder deutlich gemacht und zum Rücktritt von Fuchs geführt, der nach Michael Schjönberg und Klaus Toppmöller bereits der dritte sportliche Leiter der Pfälzer war.
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