"Wir sind vom Kader her sehr gut besetzt, sehr ausgeglichen. Für uns ist sicherlich einiges möglich", meinte Pacult, der auch den Tabellenfünften LASK noch auf der Rechnung hat. "An der Spitze liegt alles sehr eng beisammen. Ich gehe nicht davon aus, dass sich ein Team bereits früh entscheidend absetzen kann." Dennoch sei ein guter Start Bedingung, um im Titelrennen zu bleiben. Die Auftaktspiele bei den Abstiegskandidaten Kärnten und Altach bezeichnete der Rapid-Coach daher nicht als ideale Auslosung.
Lob für Leihstürmer Maierhofer
Das kurze Frühjahr mache jedes Spiel zu einem kleinen Endspiel. "Mit jedem Match, in dem man nicht so abschneidet, wie man sich das vorstellt, wird der Druck größer", erklärte Pacult, der zuletzt vor allem lobende Worte für Neuzugang Stefan Maierhofer gefunden hatte. Der Leihstürmer vom deutschen Zweitligisten Greuther Fürth - einer der namhafteren Transfers in einer ansonsten relativ unspektakulären Übertrittszeit - habe sich durch sein selbstsicheres Auftreten sehr gut in die Mannschaft eingefügt.
Der 2,02-Meter-Riese hat daher gute Chancen, am Samstag in Kärnten von Beginn an zu stürmen. "Wir haben noch nie so einen Spieler gehabt. Mit ihm haben wir noch eine Option mehr, sind schwieriger auszurechnen", sagte Rapid-Kapitän Steffen Hofmann über seinen neuen Hauptabnehmer für Flanken. Hohe Bälle in den Strafraum werden alleine durch die Präsenz von Maierhofer zur steten Gefahr. "In gewissen Situationen kann er eine sehr große Hilfe sein. Er kann jederzeit ein Tor machen", bestätigte Pacult.
Hofmann: "Achillessehne kein Problem"
Abgesehen von Stefan Kulovits (Rippenbruch) hat Rapid die Vorbereitung weitgehend verletzungsfrei überstanden. Markus Katzer kehrte nach überwundenem Kreuzbandriss zurück und dürfte links in der Viererkette gesetzt sein. Regisseur Hofmann hatten zuletzt leichte Achillessehnenprobleme zu schaffen gemacht. Für den Auftakt gab der Deutsche, der auch in der finalen Woche der Vorbereitung das volle Trainingsprogramm absolviert, aber Entwarnung: "Es ist wirklich nicht schlimm. Die Sache behindert mich nicht."
Pacult: "Es geht ans Eingemachte"
Danach gilt volle Konzentration dem Titelrennen. "Der Herbst ist immer Geplänkel, aber im Frühjahr geht es ans Eingemachte", erklärte Pacult. Vor allem in den sechs ausständigen Heimspielen müssen die Hütteldorfer reüssieren, hatten sie doch im Herbst überraschend drei Niederlagen kassiert. Davor waren sie im Hanappi-Stadion ein Jahr ungeschlagen gewesen. "Wir müssen wieder die Heimmacht werden, die wir einmal waren", meinte Kapitän Hofmann. "Dann haben wir auch genug Qualität, den Titel zu holen."
Coach bis Sommer 2009 gebunden
Rapid hat seinen Vertrag mit Trainer Peter Pacult am Dienstag vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 30. Juni 2009 verlängert. Der gesamte Trainerstab wurde ebenfalls weiter an den Verein gebunden. Pacult hatte sein Amt in Hütteldorf am 5. September 2006 angetreten.
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