Die Clubs sowie der englische Verband FA haben bereits eine erste Zustimmung zu den Plänen gegeben, die in der Liga-Hauptversammlung im Juni weiter erläutert werden. Eine Absegnung ist aber nicht vor Jänner 2009 zu erwarten. "Das wäre die größte strategische Ausweitung, welche die Liga seit ihrem Start gemacht hat", meinte Geschäftsführer Richard Scudamore. "Es stellt die Idee vor neun Jahren, einige Spiele im Pay-TV zu senden, in den Schatten."
Genaue Angaben wurden noch nicht gemacht, die Städte sollen im Rennen um die Austragungsrechte Gebote abgeben. Sie sollen aber geografisch so ausgewählt werden, dass den britischen Fans die Möglichkeit gegeben wird, via TV jedes der zehn Spiele live zu verfolgen. Finanzkräftige Bewerber aus Asien, dem Mittleren Osten und Nordamerika sollen Interesse bekundet haben. "Es wird nicht nur die finanzielle Seite entscheiden", winkte Scudamore Kritik, es gehe rein um monetäre Interessen, ab.
Widerstand von der FIFA
Unmittelbar nach der Bekanntgabe der Pläne aus London hatte sich jedoch bereits erster Widerstand breitgemacht. Nicht unbedingt erfreut reagierte der Weltverband FIFA. "Die Statuten der FIFA sind ziemlich klar. Auf den ersten Blick würde ich meinen, dass die Premier League dies schwer durchbringen wird können", meinte ein FIFA-Funktionär.
Malcolm Clarke, der Vorsitzende der englischen "Football Supporters Federation" (FSF), bezeichnete den Vorstoß als "pure Gier", der britische Minister für Kultur, Medien und Sport, Andy Burnham, fürchtete um die "Integrität des Spieles". "Man kann nicht stillstehen und wenn wir es nicht tun, dann wir jemand anderer vorpreschen", verteidigte sich Scudamore.
Die Premier League hat sich in den vergangenen Jahren zur attraktivsten Liga weltweit entwickelt. Allein zwischen 2001 und 2008 hat sich das Einkommen aus dem Verkauf von TV-Rechten an ausländische Stationen von 178 Mio. Pfund (238 Mio. Euro) auf 625 Mio. Pfund (834 Mio. Euro) gesteigert.
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