EURO 2008

60% der Wien-Besucher sollen mit Öffis anreisen

Fußball
26.12.2007 12:41
Öffentliche Verkehrsmittel nutzen sollen rund 60 Prozent der Gäste, die wegen der EURO 2008 nach Wien kommen, hoffen das Wiener EURO-Organisationskomitee sowie die Exekutive. Die Verlängerung der U-Bahnlinie U2 bis zum Stadion sowie Kombi-Tickets, mit denen man auch 24 Stunden nach dem Spiel die Öffis nutzen kann, sollen das ermöglichen.

Von der neuen U2-Station, die am 10. Mai 2008 eröffnet wird, soll ein kreuzungsfreier Weg direkt zum Ernst-Happel-Stadion führen. Die neue Haltestelle soll mit drei Gleisen versehen sein, damit die Züge im Abstand von zwei Minuten verkehren können, sagte Johann Ehrengruber, Sprecher der Wiener Linien. Alternativ kann man auch mit der U1 bis zum Praterstern fahren und dann zu Fuß zum Spielfeld marschieren. Dieser Weg soll ausgeschildert sein, damit die jeweiligen Fans zum richtigen Sektor finden, erläuterte Oberst Josef Binder, stellvertretender Leiter der Landesverkehrsabteilung Wien.

Von der Fanmeile in der Wiener Innenstadt, die sich vom Rathauspark über die Ringstraße von der Grillparzerstraße bis zum Burgtor und zum Heldenplatz erstreckt, soll es keinen zusätzlichen Fußweg zum Stadion in der Leopoldstadt geben. "Wenn die Gehsteige nicht ausreichen, wird automatisch auf der Fahrbahn gegangen", begründete Binder diese Entscheidung des EURO-Organisationskomitees. Er rechnet damit, dass der überwiegende Teil der Fans mit der U-Bahn zum Spielfeld fahren wird. Mit einem U-Bahn-Zug können laut Ehrengruber zwischen 840 und 900 Menschen transportiert werden.

100.000 Besucher pro Tag in Fanzone erwartet
In der Fanzone können sich laut Susanne Lettner vom EURO-Organisationskomitee und von der Abteilung Wien leuchtet (MA 33) 70.000 Gäste gleichzeitig aufhalten, über den Tag verteilt werden 100.000 Besucher erwartet. Auf neun Videowalls können die Matches verfolgt werden. Zur Meile gibt es freien Zutritt, die Fans der einzelnen Mannschaften werden nicht getrennt, so Binder.

Bei den Wiener Linien wie bei der Polizei stellt man sich darauf ein, bei zu großen Menschenmassen neben der Linie 2A, die während der EURO nicht verkehren wird, auch andere City-Busse kurzfristig einstellen zu müssen. Und dass bestimmte Strecken temporär gesperrt werden. 

Während der EURO werden überdies rund 100 Mitarbeiter der Wiener Linien als "EM-Begleiter" tätig sein. Ähnlich wie beim Donauinselfest sollen diese an stark frequentierten Stationen das Ein- und Aussteigen kontrollieren, Fahrkarten verkaufen und Fans den richtigen Weg zeigen. 

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