20.12.2007 13:36 |

UEFA-Cup

Austria holt gegen Galatasaray beachtliches 0:0

Ausgerechnet in Istanbul, gegen den vermeintlich schwierigsten Gegner Galatasaray hat die Austria nach sieben Niederlagen in der UEFA-Cup-Gruppen-Phase am Mittwoch mit einem 0:0-Achtungserfolg ihre schwarze Serie beendet. Dank einer kämpferisch anspruchsvollen Leistung gegen den türkischen Spitzenreiter, die von einer starken Defensive getragen wurde, blieb den zuletzt formschwachen Wienern die zweite "Nullrunde" nach der Vorjahressaison erspart.

"Unter diesen Vorzeichen und den vielen Verletzungssorgen hier einen Punkt zu holen, war so nicht wirklich zu erwarten. Heute hat jeder alles gegeben", analysierte Trainer Georg Zellhofer, der von seinen Schützlingen im Vorfeld der Partie am Bosporus einen "würdigen" Abschied aus dem Europacup gefordert hatte. "So wie wir aufgetreten sind, will ich keinen herausstreichen und kann jedem einzelnen Spieler nur gratulieren. Alle haben den letzten Tropfen aus sich herausgeholt."

Nur 8.000 Zuseher in der "Hölle"
Im mit rund 8.000 Zuschauern nur mäßig gefüllten Ali-Sami-Yen-Stadion, das unter den Fans den Spitznamen "Hölle" trägt, präsentierte sich Galatasaray zwar spielbestimmend, der befürchtete Sturmlauf der Rot-Gelben blieb jedoch aus bzw. wurde von der komplett neu formierten Austria-Verteidigung gut abgefangen. Während in der Offensive Solo-Spitze Lafata oft allein auf weiter Flur ackerte, zeigte sich das Innenverteidiger-Duo Hannes Ertl/Florian Metz zu Luft und Boden gegen Nonda/Sükür sattelfest. Torhüter Saso Fornezzi strahlte die nötige Ruhe aus, der Ersatzmann für den noch immer nicht komplett fitten Safar zeigte bei den wenigen Chancen der Türken seine Klasse.

20.000 Euro Prämie
Als "Weihnachtsgeld" dürfen die Violetten, die am 7. Jänner wieder ins Training starten, von der UEFA 20.000 Euro Punktprämie einstreifen. "Wir können das Positive mitnehmen, beruhigt in die Winterpause gehen und erhobenen Hauptes nach Österreich zurückreisen", meinte Manager Markus Kraetschmer nicht nur deshalb. "Nun haben wir diese Serie durchbrochen. Der eine Punkt zählt auch in der UEFA-Wertung. Wenn er hilft, dass Österreichs Vereine besser gesetzt sind, dann hat es sich schon ausgezahlt."

Das Jahr 2007 endete für die Austria trotz des neuerlichen Scheiterns in der Gruppen-Phase damit versöhnlich. "In acht UEFA-Cup-Spielen (Quali und Gruppe) haben wir immerhin zwei Siege und drei Remis geholt", versuchte Zellhofer, die schwachen Leistungen in Helsingborg und gegen Panionios vergessen zu machen. Weit nach Mitternacht blickte der Oberösterreicher bei seiner Weihnachtsansprache an die mitgereisten Fans neuerlich in die Zukunft: "Unser Ziel im Frühjahr muss nun lauten, im April die Meisterschaft zu feiern".

Gespanntes Warten auf die Auslosung
Im UEFA-Cup fiebern nun alle Clubs auf die am Freitag (13 Uhr) in Nyon stattfindende Auslosung für die Runde der letzten 32. Die Erst- und Drittplatzierten spielen gegeneinander, der Gruppenzweite bekommt es mit einem der acht in der Champions League gescheiterten Mannschaften zu tun. Damit werden auch Roland Linz (Braga/Zweiter) und Martin Stranzl (Spartak Moskau/Zweiter) auf zwei ehemalige Vertreter aus der "Königsklasse" treffen.

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