09.10.2007 12:27 |

Enthüllt

USA wollten radioaktive Geheimwaffe entwickeln

Nach den schrecklichen Erfahrungen während des Zweiten Weltkrieges haben die USA zu Beginn des Kalten Krieges die Entwicklung einer radioaktiven Geheimwaffe für die Ermordung einzelner missliebiger Personen erwogen. Das belegen bisher unter Verschluss gehaltene Dokumente der US-Regierung. Das Programm, das 1948 auf höchster Militärebene genehmigt wurde, war Teil eines völlig neuen Konzepts der Kriegsführung.

Die teilweise zensierten Unterlagen geben aber keinen Aufschluss darüber, ob eine derartige radioaktive Waffe jemals in den USA gebaut wurde oder jemals zum Einsatz kam. Ein Streitkräfte-Vermerk vom Dezember 1948 führt verschiedene Prioritäten für den möglichen militärischen Einsatz strahlenden Materials an. Erwähnt wird dabei auch die Entwicklung von Munition für einen Angriff auf wichtige Persönlichkeiten, etwa durch Geheimdienstagenten.

Dieser Aspekt war nach Ansicht von Militärexperten bislang nicht bekannt. "Das ist einer der Punkte, die uns zwar überraschen, die uns aber nicht schockieren sollten", sagte Barton Bernstein, Geschichtsprofessor an der Universität von Stanford. Schließlich seien während des Kalten Kriegs alle möglichen Arten des Mordes auf höchster Ebene diskutiert worden.

Verwicklung der US-Regierung war top secret
Wie es in dem Memo vom 16. Dezember 1948 weiter heißt, sollte die Tötung einzelner Personen mit radioaktivem Material auf eine Art und Weise erfolgen, die es unmöglich macht, eine Verwicklung der US-Regierung nachzuweisen. Weder der Ursprung der Munition noch die Art des Angriffs dürften feststellbar sein. Das Material selbst müsse "unauffällig und transportfähig" sein. Offen bleibt, wie weit das Projekt der Streitkräfte gediehen war, ehe es wieder fallen gelassen wurde.

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