31.07.2007 13:58 |

Bandscheibenvorfall

Achterbahn- Herausforderer gibt auf

Der Herausforderer des regierenden Rekordhalters hat vor dem Start des Achterbahn-Duells große Töne gespuckt: "Es kann nur einen geben", meinte er siegessicher. Nun, der eine war sein Gegner: Frank Rößler musste bereits nach 26 Stunden (geplant waren über 300) wegen Rückenproblemen aufgeben.

Auf der Jagd nach einem Weltrekord wollten Rekordhalter Stefan Seemann und Herausforderer Frank Rößler (Künstlername: "Benji le Fakir") fast ununterbrochen Achterbahn fahren (im Bild: rechts hinten Rößler, davor Seemann). Ziel war es, Seemanns alten Rekord von neuneinhalb Tagen - 4.431 einzelne Fahrten - aus dem Vorjahr zu knacken. Als Ziel hatten sich die beiden gesetzt, mindestens 7.000 Runden in der Bahn mit dem bezeichnenden Namen "Boomerang" zu absolvieren.

Bandscheibenvorfall
Doch der selbstbewusste Herausforderer erlitt bereits nach einem Tag einen Bandscheibenvorfall und musste deswegen aufgeben. Sein Rücken hat dem ständigen Rütteln nicht standgehalten. "Die Wirbelsäule muss bei jeder Fahrt das Fünffache der Erdanziehungskraft aushalten", so "Benji le Fakir".

Tag und Nacht hatten sich die beiden Wagemutigen für ihren Rekordversuch und einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde in der rot-gelben Parkattraktion durchschütteln lassen. "Es ist wie im Schleudergang: Wir fahren mit 80 Stundenkilometern Spitzengeschwindigkeit", sagte der 34-jährige Titelverteidiger Seemann. Es geht vorwärts, rückwärts und pro Fahrt sechs Mal kopfüber. Maximal vier Minuten stehen die signalroten Wagen zwischen den Fahrten still.

Halluzinationen und Orientierungslosigkeit
Stefan Seemann hatte einen gewissen Erfahrungsvorteil. Er weiß von Halluzinationen und gewisser Orientierungslosigkeit nach dem vierten Tag seiner früheren Rekordfahrt zu berichten. In 221 Stunden sei er damals mit 16 Stunden Schlaf ausgekommen. Als Vorbereitung hatten die Männer in den vergangenen Wochen ein Fitnessprogramm absolviert, vor allem Hals- und Rückenmuskulatur trainiert.

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