05.07.2007 13:05 |

Transfer-Bilanz

Die Zu- und Abgänge der Bundesligaklubs

Im Transfersommer der österreichischen Fußball-Bundesliga ist der große Kracher bis dato ausgeblieben. Zwar darf sich Meister Red Bull Salzburg dank der Verpflichtung der beiden Spielgestalter Christoph Leitgeb (im Bild noch im Dress von Sturm Graz zu sehen) und Sasa Ilic sowie Abwehrbollwerk Ibrahim Sekagya als "Transfer-Kaiser" ausrufen lassen, außerhalb der Mozartstadt machten die "großen Namen" jedoch einen weiten Bogen um die rot-weiß-rote Liga.

Vizemeister SV Ried setzte ebenso wie der Dritte SV Mattersburg auf das bewährte Motto Kontinuität. Die Oberösterreicher holten mit Rade Djokic, Thomas Lechner und Pa Kujabi lediglich drei Profis aus dem Kader des lizenzlosen GAK und ließen die Flügelflitzer Seo und Neo-Teamspieler Emin Sulimani ziehen. Handlungsbedarf besteht nach den Verletzungen von Jank und Glasner in der Defensive, bis zum Saisonstart wollen die Innviertler noch einen routinierten Innenverteidiger verpflichten. Bei den Burgenländern vertraute man auf das Überraschungsteam der Vorsaison und holte mit Alexander Pöllhuber und Matthias Lindner von der Admira lediglich zwei Ergänzungsspieler.

UI-Cup-Starter Rapid verpflichtete mit dem derzeit verletzten Ex-Austrianer Mario Tokic, ÖFB-Teamverteidiger Jürgen Patocka und dem für das defensive Mittelfeld vorgesehenen Finnen Markus Heikkinen drei gestandene Defensivspieler, welche die Abgänge von Valachovic, Hlinka, Vorisek und Bejbl wettmachen sollten. Eine Offensivkraft wird nach dem Abgang von Kincl jedoch noch dringend gesucht.

Kuljic wird Austrianer
Den österreichischen Weg schlug die Austria ein, die mit Sulimani, Yüksel Sariyar (Pasching) und dem vereinslosen Sanel Kuljic drei ÖFB-Teamakteure nach Wien lotste. Um Kuljic bahnt sich jedoch ein Transferpoker mit Salzburg an, durch die fehlende Einigung mit Ex-Klub Sion ist der Vertrag des Stürmers noch nicht gültig. Salzburg, das nach den Verletzungen von Torschützenkönig Alexander Zickler, Marc Janko und Vratislav Lokvenc kurz vor Saisonstart ohne Mittelstürmer dasteht, hätte den 29-Jährigen nur allzu gerne unter Vertrag genommen. Für Tokic organisiert künftig der Pole Jacek Bak den violetten Abwehrverbund.

Im Fundus des in die Regionalliga versetzten GAK stöberte auch Liga-Neuling SK Austria Kärnten. Mit Zlatko Junuzovic, Roland Kollmann und Torhüter Andreas Schranz verpflichteten die Klagenfurter drei Ex-Grazer. Gemeinsam mit Gernot Plassnegger (von Rapid), Adam Ledwon (Sturm) sowie neun Ex-Paschingern soll die Truppe von Trainer Walter Schachner von Start weg eine gute Figur abliefern.

Nicht zum Wohnungswechsel überredet werden konnten hingegen Christian Mayrleb und Michael Baur, die beide ihr Glück bei Aufsteiger LASK suchen. Neben den beiden Routiniers holten die Linzer mit dem Kroaten Silvije Cavlina auch eine neue Nummer eins, Stürmer Adi soll gemeinsam mit Oldie Ivica Vastic brasilianische Ballkunst in der Stahlstadt garantieren.

Wacker Innsbruck unter Neo-Coach Lars Söndergaard vertraut auch aufgrund der angespannten finanziellen Lage auf bekannte Gesichter und holte mit Guillermo Imhoff (Verteidigung), Thomas Eder (Mittelfeld) und Peter Orosz (Sturm) für jeden Mannschaftsteil eine Verstärkung. Als äußerst umtriebig am Transfermarkt erwies sich hingegen der "Ländle"-Club SCR Altach, der neben sieben Neuverpflichtungen auch neun Abgänge zu verzeichnen hat.

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