05.07.2007 14:44 |

Trainerumfrage

Trainer glauben, dass Salzburg Meister wird

Bei der traditionellen Trainerumfrage vor dem Startschuss zur Bundesliga-Saison haben die Trainer in punkto Titelkampf große Einigkeit gezeigt. Trapattoni, Pacult, Zellhofer, Kraft, Lederer und Co. betrachten den nächsten Titel für Salzburg mehr oder weniger als Formsache, allerdings wird diesmal mit größerer Gegenwehr gerechnet. Vor allem seitens der Wiener Großclubs Austria und Rapid.

"Es wird bei weitem nicht so klar wie in der vergangenen Saison ablaufen. Ich habe auch Austria, Rapid sowie ein Überraschungsteam auf der Rechnung", meinte "Bullen"-Dompteur Giovanni Trapattoni, dessen Truppe die vergangene Liga mit 19 Punkten Vorsprung aufs Sensationsteam SV Ried beendet hatte. Auch Austria-Coach Georg Zellhofer glaubt, dass es diesmal enger zugehen wird. "Für Salzburg wird es um einiges schwieriger. Ich glaube nicht, dass sie den Alleingang wiederholen können", lautete die Prognose des Oberösterreichers.

"Austria und Rapid haben sicher aufgeholt", glaubt auch Karl Daxbacher vom prominenten Liga-"Neuling" LASK. Der Glaube, dass die in der Vorsaison vor allem im Herbst so schwachen Wiener Clubs die Mozartstädter ärgern können, ist also weit verbreitet. Dass die Salzburger aber wirklich zu Fall kommen, daran glaubt niemand so richtig. "Über 36 Runden gesehen wird es wieder ein Solo", erklärte Ried-Coach Helmut Kraft, der mit seinem Team neuerlich überraschen und in die Europacup-Ränge will.

Chaos in der Liga muss verhindert werden
Einig ist man sich auch, wenn es um das Liga-Chaos der vergangenen Saison geht. Skandale a la GAK und Sturm Graz sollen und müssen der Vergangenheit angehören. "Es bringt nichts, sich vorzustellen, mit Salzburg finanziell mithalten zu können", plädiert Neo-Wacker- Innsbruck-Trainer Lars Söndergaard für mehr Realitätssinn. "Wer sich jetzt nicht an die Regeln hält, dem kann man eh nicht mehr helfen", betonte auch Mattersburgs Franz Lederer, der auf ein allgemeines Umdenken hofft.

"Die Vereine müssen so geführt werden, dass die Gehälter bezahlt und die Verträge eingehalten werden können. Und es muss auf den eigenen Nachwuchs gesetzt werden", fordert Kraft. "Denn so etwas wie beim GAK oder bei Sturm darf nicht mehr passieren", erklärte Heimkehrer Walter Schachner, der nach seinem Abstecher zu 1860 München nun den Pasching-Nachfolger SK Austria Kärnten übernommen hat.

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