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Vermisste Kinder sind gefunden!

Ende gut - aber noch nicht alles gut! Die beiden verschwundenen Kinder Simon (12) aus Traun und Melanie (14) aus Linz sind wieder da. Aber während Simon freiwillig nach Hause kam, mussten Polizisten die Schülerin erst mühsam über Telefonpeilungen finden. Sie wohnt jetzt lieber in einer Notschlafstelle, als bei ihren Eltern.

Beim zwölfjährigen Simon ist die Affäre ausgestanden. Der Bursch war am Freitag in der Schule beim Rauchen erwischt worden und fürchtete daheim Strafe. Also ging er mit Freunden in der Nähe zelten - in der Nacht zum Sonntag wurde es ihm aber offenbar zu dumm und er kam nach Hause.

Dagegen musste Melanie, die seit Donnerstag Mittag weg war, mühsam gesucht werden. Ihr „Hilfe-Ruf“ aufs Handy der Mutter brachte den Erfolg. Nach einem Gerichtsbeschluss wurde das Handy, von dem aus angerufen worden war, ausgeforscht. Es gehört Melanies Freundin. Die wusste zwar nicht, wo die 14-Jährige war, konnte sie aber telefonisch erreichen. Fast drei Stunden redeten Polizisten auf Melanie ein, doch zu kommen, man würde eine Lösung finden. Schließlich „stellte“ sich die Ausreißerin, gab zu, den Hilferuf fingiert zu haben, um die Eltern zu schockieren.

Grund für die Flucht der jungen Perserin: Die Eltern verboten ihr den türkischen Freund (17) und die neue Clique - weil, seit sie diesen Umgang pflegte, die ehemalige Vorzugsschülerin merklich abrutschte. Dann gab´s noch Handyverbot und auf die Landschulwoche durfte Melanie auch nicht mitfahren. Und außerdem wurden ihr die Babysitterdienste bei ihrer kleinen Schwester zuviel. Jetzt ist sie mit Zustimmung ihres Vaters in der Notschlafselle „UFO“ untergekommen. „Uns ist wichtig, dass dem Mädchen nichts passiert ist. Jetzt ist das nicht mehr Sache der Polizei“, ist Oberst Karl Pogutter von der Linzer Polizei erleichtert.

 

 

Foto: Privat

Sonntag, 16. Mai 2021
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