Passiert bei der Finanzierung auf Kantonsebene nicht völlig Unerwartetes, gehört Bern damit definitiv zu den acht Host Citys der EURO 2008. Bei einem Nein hätte der Stadt Bern der Verlust ihrer drei Spiele im "Stade de Suisse" (im Bild) gedroht, es sei denn, der Kanton oder private Geldgeber wären für die Summe eingesprungen. Im Vorfeld hatten sämtliche große Parteien mit einem überparteilichen Komitee für eine Bewilligung des Kredits geworben, umso überraschender kam die nur knappe Zustimmung.
EURO-2008-Geschäftsführer Martin Kallen fiel nach dem positiven Ausgang der Abstimmung ein Stein vom Herzen. "Wir freuen uns, dass sich das Stadtberner Stimmvolk entschieden und sich für den Kredit ausgesprochen hat. Damit ist der politische Prozess der Budgetgenehmigungen in den Host Citys abgeschlossen", sagte der Turnierchef.
Auch ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig war erleichtert. "Damit ist dieses Thema jetzt erledigt. Das Wichtigste ist, dass die vier Standorte in der Schweiz erhalten bleiben", erklärte der Wiener. Im Falle eines negativen Ausgangs des Votums hätte der Schweizer Plan vorgesehen, die drei Gruppenspiele in Bern auf die drei anderen EURO- Städte Basel, Zürich und Genf aufzuteilen.
Von der engen Entscheidung der Berner Abstimmung war Ludwig nicht allzu sehr überrascht. Auch die Tatsache, dass ein verhältnismäßig kleiner Beitrag der Steurerzahler das EURO-Projekt in der Schweizer Hauptstadt fast zu Fall gebracht, wunderte den ÖFB-"General" nicht. "Das ist eben die Form der Demokratie, die von der Schweiz gewählt worden ist."
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