05.06.2007 15:06 |

11-Augen-Ungetüm

Die Kamera hinter Googles "Street View"

Wie eine Diskokugel sieht jene Kamera aus, mit der Google seine „Street View“-Bilder in Google Maps erstellt. Die Firma Immersive Media hat die 360-Grad-Kamera gebaut, die auf dem Dach eines VW Beetle montiert, durch die Straßen gondelt und mächtig Daten verarbeitet.

Die Kamera besteht aus elf Einzelobjektiven die zusammen die fischaugenartigen Fotos der Umgebung erstellen. Eigentlich sind es aber Videos, mit einem Bilddatenfluss von 100 Millionen Pixel in der Sekunde. Hunderttausende Einzelbilder dieser Videostreams füttert Google derzeit in seine „Street Views“. In den USA sind schon einige Städte fast vollständig erschlossen. Für Europa hat ebenfalls Immersive Media den Auftrag lukrieren können.

Ab wann für Städte wie Wien Bildmaterial vorhanden sein wird, ist aber ungewiss. Zudem muss Google sich davor noch der Europäischen Union stellen, die es aus Datenschutzgründen nicht sehr toll findet, dass Google wild fotografierend durch die Gassen ziehen will - wie in den USA auch etliche andere Leute nicht, die vom fotografierenden Beetle in allerleich bedenklichen Situationen geknipst wurden.

Aktuellste Beschwerde: Ein Mittvierzieger ist auf einem Foto in San Francisco deutlich beim Betreten eines Pornoladens zu sehen und fühlt sich in seiner Privatssphäre verletzt.

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