03.06.2007 19:07 |

Stärke 6,4

Chaos nach schwerem Erdbeben in China

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,4 sind im Südwesten der chinesischen Provinz Yunnan am Sonntag mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Etwa 300 Menschen wurden verletzt, mindestens 15 von ihnen schwer. Das Beben brachte in der Region nahe der Grenze zu Birma zahlreiche Häuser zum Einsturz, zerstörte Straßen und unterbrach Wasser- und Stromleitungen. Rettungskräfte konnten aber sofort in das Gebiet reisen, um Zelte, Decken und Bekleidung zu verteilen. Die Erschütterungen waren in einem Umkreis von 300 Kilometern zu spüren gewesen.

Das Beben ereignete sich nach den Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua um 5.34 Uhr Ortszeit, also etwa 23.34 Uhr unserer Zeit am Samstag). Der US-Geologiebehörde zufolge lag das Epizentrum in etwa zehn Kilometern Tiefe. 100 Nachbeben jagten den Einwohnern Angst ein. Beim schwersten Nachbeben wurde immer noch eine Stärke von 5,1 gemessen.

Besonders viele Schäden wurden aus der Stadt Pu'er gemeldet. Dort stellte das Kraftwerk die Elektrizitätsversorgung vorübergehend ganz ein, um die Rettungsmannschaften nicht durch heruntergerissene Elektrokabel zu gefährden. Die traditionell aus Ziegelsteinen und Holz gebrauten Häuser der Stadt hätten den Erschütterungen nicht Stand gehalten.

Im betroffenen Gebiet leben insgesamt 2,6 Millionen Menschen. Laut Xinhua sind mindestens 180.000 von ihnen durch das Erdbeben geschädigt worden. Die Behörden planen, mehr als 120.000 Menschen in sicherere Gebiete zu bringen. In allen Kohlebergwerken der Umgebung ist vorsorglich die Arbeit eingestellt worden. 3.000 Soldaten sollten zur Unterstützung der Rettungskräfte in Marsch gesetzt worden.