22.05.2007 13:00 |

Gleichschaltung

Wiederholung beeinflusst die eigene Meinung

Egal ob eine oder mehrere Personen eine Meinung kundtun: Je öfter das passiert, desto eher übernehmen andere Menschen diese als ihre eigene. Diese Auswirkung der Wiederholung einer Aussage haben Wissenschaftler in einer Studie mit 1.044 Studenten bewiesen.

Interessanteste Schlussfolgerung der Studie: Es macht beinahe keinen Unterschied, ob mehrere Personen einer Meinung sind und diese ausposaunen oder ob nur ein Mensch immer wieder seinen Standpunkt klarmacht - je öfter dieselbe Aussage gehört wird, desto eher wird sie zur eigenen Meinung.

An sechs US-amerikanischen Universitäten, darunter Harvard und Princeton, wurden 1.044 Studenten zu Testzwecken in drei Gruppen eingeteilt. Drei Personen äußerten dieselbe Meinung, eine Person teilte eine Botschaft mehrmals mit und in der dritten Gruppe wurde den Zuhörern nur eine Aussage einer Person präsentiert.

Ergebnis: Eine Botschaft, die von mehreren Menschen weitergegeben wurde, kam am besten an. Doch es stellte sich ebenfalls heraus, überraschend für die Forscher, dass auch das Wiederholen einer Botschaft einer einzigen Person beinahe den gleichen Effekt hatte.

Die Ergebnisse seien ein Ausgangspunkt dafür herauszufinden, wie Meinungsbildung in der Gesellschaft funktioniere, so die Wissenschaftler. Die Studie wurde im "Journal of Personality and Social Psychology" vorgestellt.

Dienstag, 22. Juni 2021
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