Parkplätze wichtiger

Nur Schrebergarten statt Park¿

Der Traum von einem parkähnlichen Erholungsraum am Urfahranermarkt-Gelände in Linz scheitert an Pendler-Parkplätzen und Marktbeschickern. Der gewünschte Park schrumpft zu einem Schrebergarten. Und von einer Anbindung des Urfahraner Traditionsmarktes zur Donau ist nun auch keine Rede mehr: Das Gelände wird durch dichten Grünbewuchs beim Ufer von Linz abgeschottet.

„Die Donau muss Linz und Urfahr verbinden, nicht trennen - der geschotterte Pendlerparkplatz soll zum Erholungspark werden, die Urfahranermärkte binden die Donau mit ein!“ Diese jahrelangen Träume gehen die „Donau hinunter“: Mit der Umgestaltung des Urfahranermarktgeländes verschwinden die staubigen Schotterflächen, doppelte Baumreihen entlang des Ufers mit dichtem Grünbewuchs zwischen den Stämmen sollen künftig das Marktgelände - samt dem rein im Osten gelegenen Pendlerparkplatz für etwa 1300 Autos - aber von Linz her abschirmen. 125 Parkplätze beim AEC-Erweiterungsbau sind noch Gegenstand von Diskussionen.

„Und weil Marktbeschicker Wiesen ruinieren würden, ist ein Park gar nicht möglich  höchstens ein Schrebergarten“, resümiert SP-Planungsstadtrat Klaus Luger nach Durchsicht von Plänen und Vorschreibungen.

Einzige Möglichkeit: Markt und Parkplätze an den Stadtrand verlegen…

Dafür soll auf der Linzer Seite zwischen Eisenbahn- und Voest-Brücke mit Schotter ein Donaubadestrand aufgeschüttet werden. Auch der beliebte Strand in Alt-Urfahr-West soll nächstes Jahr durch Schotteraufschüttungen vergrößert werden - zugleich aber muss ein Großteil des Ufers mit fast undurchdringlichem Walddickicht aufgeforstet werden! Diese zur Donau hin trennende „Begrünung“ war Zwangsauflage für die Genehmigung zum Flutschutz.

 

Foto: Horst Einöder

Dienstag, 11. Mai 2021
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