28.03.2007 15:35 |

Spiele statt Morde

Computerspiele statt Maschinengewehre

Die Xbox im Kampf gegen Gewalt. Um die Metropole Mexiko City zu befrieden und von ihren Jugendbanden zu befreien, bietet die Polizei im Austausch für eine Waffe einen von Microsoft gespendeten Computer oder eine Spielekonsole.

Marcelo Ebrard, neu gewählter Bürgermeister der mexikanischen Hauptstadt, sah sich aufgrund der anhaltend hohen Kriminalitätsrate dazu gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen. Angeblich gemeinsam mit Microsoft-Chef Bill Gates heckte er den Plan aus, der für eine Waffe einen Computer vorsieht. Dabei bleibt die Anonymität der Personen gewahrt.

Wer sich an dem Programm beteiligen will, muss allerdings eine Waffe mit einem Kaliber von mindestens neun Millimeter abgeben. Erst dann wird ein PC mit Microsoft-Software ausgehändigt. Für eine kleinkalibrige Schusswaffe lässt die Stadtverwaltung umgerechnet 200 Euro oder eine Xbox springen. Darüber hinaus "einen Fresskorb im Wert von 500 Pesos", berichtet die Nachrichtenagentur AFP, was umgerechnet immerhin 35 Euro in Nahrungsmitteln darstellt.

Bislang wurden 17 Waffen abgegeben, wie Polizeichef Olayo bestätigte. Zunächst nur auf den Stadtteil Tepito beschränkt, soll das Programm bei erfolgreicher Abwicklung allerdings auch auf einen weiteren Stadtteil ausgedehnt werden.

Sonntag, 05. April 2020
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