Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ) will jahrelang ausgezahlte Zuschüsse für die JUFA-Gruppe aufrollen. Denn aus den ehemaligen Jugendherbergen wurden gewinnorientierte Hotels.
Stockbetten, Etagenduschen und WC am Gang – diese Zeiten in Jugendherbergen und Pensionen hierzulande sind längst Geschichte. Dass aus einer einfachen Jugendherberge aber ein Vier-Stern-Hotel wird, das ist selten. So geschehen in einigen Häusern der JUFA-Gruppe, unter anderem beim Hotel Salzburg City im Nonntal.
Auch wegen genau dieser Entwicklung, weg von der einfachen Jugendherberge, hat der ehemalige Jugendgästehaus-Verein im Jahr 2021 den Gemeinnützigkeitscharakter verloren.
Sämtliche Förderungen, die er von Land oder Bund in all den Jahren für seine fünf Salzburger Hotels erhalten hatte, könnten nun zum Problem werden. Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ) möchte sämtliche bis dato an die JUFA-Kette ausbezahlten Fördergelder überprüfen. „Ausgezahlte Förderungen betreffen noch das Programm für Jugendherbergen. Aus historischen Unterlagen der Abteilung ist ersichtlich, dass unter meinen Vorgängern beträchtliche öffentliche Mittel geflossen sind“, so Svazek.
Sie will nun eine Analyse der Fördervergaben bis zumindest 2013: „Die Überprüfung soll Aufschluss geben.“ Zuletzt wurden in mehreren Bundesländern ähnliche Forderungen laut, vor allem seit die Gruppe mehrheitlich einem Investor gehört.
Erst vergangenes Jahr gab es auch am City-Hotel in der Stadt Salzburg Kritik: JUFA bezahlt wegen eines Baurechtsvertrags hier nur rund 4800 Euro pro Jahr an die Stadt. Ein adäquater Mietzins für das riesige Grundstück in Nonntaler Premiumlage läge bei weit über dem 70-fachen!
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