Schwarzer Tag in den Bergen: Am Samstag gingen in Salzburg und der Steiermark mehrere Lawinen ab, bei denen insgesamt acht Menschen ums Leben kamen. Unter den Opfern ist auch ein 53-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land.
Gegen 14 Uhr wurde die Bergrettung Salzburg alarmiert, da eine Lawine im freien alpinen Gelände im Bereich des Finsterkopfes im Großarltal auf rund 2150 Meter abgegangen war. Sieben Tourengeher wurden mitgerissen und verschüttet. Ein Salzburger (58) konnte sich selbstständig aus den Schneemassen befreien und setzte die Rettungskette in Gang.
Vier Todesopfer
Der Österreichische Alpenverein bestätigte, dass es sich bei den Betroffenen um Teilnehmende einer geführten Alpenverein-Kursgruppe handelt. Im Zuge des Rettungseinsatzes konnten alle Tourengeher im Alter zwischen 41 und 65 Jahren geborgen werden. Für vier Männer und eine Frau gab es keine Rettung mehr, sie verstarben nach am Lawinenkegel. Bei den Todesopfern handelt es sich um eine 53-Jährigen aus dem Bezirk Linz-Land, zwei Männer aus Tirol und eine Frau aus der Steiermark.
Überlebende psychologisch betreut
Ein Mann und eine Frau wurden lebend geborgen und in Krankenhäuser eingeliefert, lediglich der Erstmelder blieb unverletzt. Alle Mitglieder der Tourengruppe waren mit Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS) ausgestattet. Die Überlebenden wurden durch das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.
Alpenverein in Trauer
Der Kurs fand im Rahmen eines regulären Winterausbildungsprogramms des Alpenvereins statt. Die genauen Umstände des Lawinenabgangs werden vor Ort von Experten des Alpenvereins und von den zuständigen Behörden untersucht. „In unseren Kursen stehen Risikokompetenz und Sicherheitsbewusstsein an oberster Stelle. Dieses Unglück schmerzt zutiefst“, so Jörg Randl, Leiter der Abteilung Bergsport des Alpenvereins. Präsident Wolfgang Schnabl zum Unglück: „Die alpine Gemeinschaft trauert mit den Angehörigen“.
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