Einzigartiges Projekt

Kunst in Aufzügen

Auf und ab geht es mit dem Lift. Das praktische Fahrzeug mitten im Haus hat nun auch Studierende der Linzer Kunstuniversität zu pfiffigen Kunstinstallationen inspiriert. An sieben Orten hat man Aufzüge mit Kunst präpariert, viele dieser Begegnungen sollte man unbedingt genießen. Einige wird man nicht vergessen!

Der Fahrstuhl ist ein liebenswertes Vehikel, will man viele Stockwerke ohne Keuchen und Schweißausbruch überwinden. Aber er kann auch Panik und Klaustrophobie auslösen.

Für sieben Studierende der Linzer Kunstuni wurde er nun zum „kleinen Raum, der die größten Sicherheitsauflagen hat“, sagt Renate Herter. Sie hat als Leiterin der Studienrichtung Bildhauerei den Anstoß für das Kunstprojekt „up and down and up“ gegeben.

Lena Vargas stellte einen Lichtkasten in den verlassenen Aufzug im Haus der Linzer Stadtbücherei. Das altehrwürdige Sperrgitter ist nun mit Erinnerungen an früher „erleuchtet“. Im neuen Dom öffnet man den konischen Aufzug für die Kunst. Die Liftkabine erweitert sich durch Spiegel, die an Boden und Decke angebracht sind, optisch bis ins Unendliche. Der alte Spiegeltrick verblüfft also noch immer.

Im Generali Center legte Miguel Gonzales eine Matte aus blauem Gelee auf den Boden: „Der Lift ist ein anonymer Durchgangsraum, nun hinterlässt man darin Spuren.“

Im Lift der Kunstuni platzierte Wolfgang Bretter einen Luftballon. „Alle zehn Minuten bläst er sich auf. Da wird es eng. Aber es gibt eine Nothupe.“ Sehenswert!

Kunst-Aufzüge: bis 31. März. weitere Installationen sind noch im Landesgericht, im Arcotel und im Kunstmuseum Lentos zu bewundern.

 

Foto: Chris Koller

 

Montag, 21. Juni 2021
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