Kurzzeit-Präsident

Sturm-Boss Fedl wirft das Handtuch

Fußball
11.01.2007 12:06
Der steirische Transport-Unternehmer Hans Fedl wird am 18. Jänner nach nur zweieinhalb Monaten Amtszeit als Präsident des im Konkurs befindlichen Fußball-Bundesligisten Sturm Graz wieder zurücktreten. Sein Nachfolger wird das bisherige Vorstandsmitglied Hans Rinner, der auch schon bisher gemeinsam mit Fedl an der Rettung des steirischen Traditionsvereins gearbeitet hatte.

"Ich habe schon bei meinem Amtsantritt gesagt, dass ich nur ein Präsident auf Zeit bin", erklärte Fedl am Mittwoch im Gespräch mit der APA. Im Brauhaus Puntigam soll am Donnerstag nächster Woche im Rahmen der außerordentlichen Generalversammlung die Amtsübergabe vonstatten gehen.

Fedl kündigte aber gleichzeitig an, auch in Zukunft im Sturm-Vorstand tätig zu sein. "Wir sind ein super Team, jeder hat seine Aufgabe", erklärte der Nachfolger des am 2. November zurückgetretenen Langzeit-Präsidenten Hannes Kartnig, und fügte hinzu: "Ich habe einfach nicht so viel Zeit, obwohl ich jede freie Minute für Sturm nutze. Es kommt nun zu einem Rollentausch, den wir schon diskutiert haben."

Die Schulden des ehemaligen Champions League-Teilnehmers - laut Masseverwalter Norbert Scherbaum gibt es Gläubiger-Forderungen in Höhe von 16 Mio. Euro - werden dem Team um den zukünftigen Klub-Boss Rinner laut Vorgänger Fedl vollen Einsatz abverlangen. "Ich hoffe, dass uns der Herrgott dabei so hilft wie er mir bei der Erstellung dieses hervorragenden Teams geholfen hat", meinte Fedl und ergänzte: "Denn Graz ohne Sturm ist wie Graz ohne Schlossberg."

Die für Sturm entscheidende Zwangsausgleichs-Tagsatzung findet am 25. Jänner, also eine Woche nach der Generalversammlung, statt.

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