Sportland OÖ

Kultur-Etat schlägt Sport-Budget 15:1!

Sieben Weltmeister-, drei Europameister- und aktuell 235 Staatsmeistertitel. Stolz präsentierte das Sportland OÖ seine Bilanz 2017. Auch der Ausblick ist nicht der schlechteste, weil das Sport-Budget im Gegensatz zu anderen Etats 2018 nicht kleiner wird. Andererseits: Was sollte   man an 12,5 Millionen Euro noch kürzen?

12,5 Millionen Euro! Das ist ziemlich genau die Hälfte jener Summe, um die im heurigen Sommer Marko Arnautovic von Stoke zu West Ham gewechselt ist. Mit der muss das Sportland OÖ im Jahr 2018 sein Auslangen finden. Klingt lächerlich - und trotzdem gut: Weil das Sportbudget damit vom selbst verordneten Sparkurs der Landesregierung verschont und im Vergleich zum letzten Etat gleich bleibt.

Lautstarke Empörung
Während etwa jener für Kunst und Kultur um 6,919 Millionen Euro gekürzt wird. Um 3,56 Prozent! Was teils für lautstarke Empörung gesorgt hat. Sportler dagegen eher mit leisem Unverständnis darauf reagieren, wenn sie hören, dass das Kulturbudget des Landes damit immer noch 187,49 Millionen Euro beträgt. Was ziemlich exakt dem 15-fachen des Sport-Budgets entspricht.

20 Millionen
"Der Sport ist es gewohnt, mit wenig Geld auszukommen", sagt mit dem zuständigen Landesrat und LASK-Fan Michael Strugl der politische Sport-Turbo des Landes. Der zugibt, mittelfristig mit dem Budget nicht zufrieden zu sein. Von 20 Millionen träumt. Über die das Sportland übrigens schon verfügt hatte. Als Josef Pühringer auch das Sportressort über hatte, wie Strugl heute sinngemäß in einer kleinen Spitze gegen den Altlandeshauptmann angemerkt hat. Sollte heißen: Danach wurde es weniger. Jetzt soll es mehr werden. Die Verteilung generell gerechter. Was natürlich ein langsamer Prozess ist. Der durch die Erfolge der am Sporthimmel aufgehenden Asse wie Ski-Star Vincent Kriechmayr, Super-Adler Michael Hayböck, Rad-Held Lukas Pöstlberger & Co. aber beschleunigt werden wird.

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

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