Mo, 23. Juli 2018

Risiko reduzieren

17.11.2017 16:44

Pilotprojekt: Neues Training für Spezialkräfte

Leistungsfähigkeit steigern, Verletzungsrisiko reduzieren: Unsere Mitglieder der Polizei-Spezialeinheiten sollen im Rahmen eines neuen Projekts fit gemacht werden. Dafür wird das Sportlabor an der Fachhochschule Wiener Neustadt in Niederösterreich eigens zu einem Leistungsdiagnostikzentrum ausgebaut.

Die Gefahr ist ihr Alltag. Jeder Einsatz birgt enorme Risiken in sich, jedesmal, wenn die Sondereinsatzkräfte der heimischen Polizei ausrücken. Seit Wochen durchforsten etwa Beamte von Cobra und WEGA Wälder in unwegsamem Gelände in der Steiermark, um den Doppelmörder von Stiwoll dingfest zu machen. "Das ist nicht nur psychisch eine enorme Belastung, sondern mit der Ausrüstung auch körperlich", sagt ein Insider.

Diagnostikzentrum ab Mitte 2018
Um genau dieser körperlichen Belastung und somit dem erhöhten Verletzungsrisiko im Einsatz-, aber auch Trainingsbereich Herr zu werden, wurde zwischen Innenministerium und der Fachhochschule in Wiener Neustadt eine Kooperation geschlossen. Konkret wird das Sportlabor an der Fachhochschule zu einem Leistungsdiagnostikzentrum für Forschung ausgebaut. Geplante Fertigstellung: Mitte 2018.

Verletzungen vermeiden
Ziel ist es, "die Leistungsfähigkeit dieser speziellen Berufsgruppe zu verbessern", heißt es. Mittels Trainingseinheiten auf neuen Kraftmessplatten im Boden, Analysegeräten zur Messung der Muskelaktivität, videogestützter Highspeed-Bewegungsanalyse, Kraftmessgeräten. "Wir erwarten uns durch die Analyse neue Erkenntnisse im Bereich des speziellen Trainings für Sondereinsatzkräfte und hoffen, so künftig Verletzungen im Rahmen der aktuellen Ausbildung vermeiden zu können," so Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) gegenüber der "Krone".

Die Dauer der sportmedizinischen und trainingswissenschaftlichen Begleitung der Sondereinsatzkräfte soll künftig fünf Jahre dauern.

Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung

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