Do, 21. Juni 2018

Zwei Promille:

12.09.2017 16:57

5 Monate Haft für Alkolenker

Knapp fünf Monate ist es her, dass ein Lavanttaler (39) einen schweren Unfall verursacht hat - mit zwei Promille intus und ohne Erinnerung daran. "Alles ist weg", sagt er. "Mir fehlt ein ganzer Monat." Für das Gericht kein Milderungsgrund: fünf Monate Haft!

Der Unfallhergang ist laut Sachverständigen klar: Der alkoholisierte Monteur kam nach einem Wirtshausbesuch mit seinem Wagen bei St. Paul im Lavanttal auf die Gegenfahrbahn, "schoss" dort einen entgegenkommenden Audi mit drei Bürokollegen drinnen ab. Alle vier Männer wurden bei der Kollision zum Teil schwer verletzt; am schlimmsten erwischte es den Unfalllenker selbst, der noch immer auf Krücken humpelt, seinen Beruf und die Erinnerungen an einen ganzen Lebensmonat verloren hat. "Es tut mir sehr leid", sagt er. "Ich kann mir nicht erklären, warum ich betrunken gefahren bin!"

Richter Mathias Polak führt aus, warum das letztlich nicht zählt: "Bei Unfällen ab 0,8 Promille mit Verletzten ist die Rechtssprechung eindeutig. Sie hatten zwei Promille, waren also nicht mehr in der Lage, ein Auto zu lenken. Aus generalpräventiven Gründen sind hier Haftstrafen zu verhängen." Fünf Monate unbedingt hält der Rat für angemessen - allerdings schließt er eine Fußfessel für den Alkolenker nicht aus. Dieser hatte übrigens noch Glück, weil er "nur" wegen Fahrlässigkeit angeklagt war - es gibt bereits ein Urteil wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung durch eine Alkofahrt.

Kerstin Wassermann, Kärntner Krone

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