Di, 21. August 2018

Anklage ist fertig

31.08.2017 06:31

Brände gelegt: Zündler drohen 10 Jahre Haft!

Sechs Wochen hat ein Serien-Brandleger heuer im Frühjahr die Bewohner einer Wohnanlage in der Linzer Europastraße in Angst und Sorge versetzt. Die Erleichterung war enorm, als ein Mieter als Tatverdächtiger überführt werden konnte. Die Staatsanwaltschaft Linz hat gegen den 60-Jährigen nun Anklage erhoben.

"Dem Mann werden insgesamt vier Brandlegungen vorgeworfen - je eine am
2. und 21. April sowie zwei am 23. April", erklärt Philip Christl, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der 60-jährige Haustechniker hat sich dazu bisher noch nicht geständig gezeigt. "Er hat die Taten aber auch nicht abgestritten, sondern wollte dazu offenbar gar nichts sagen", so Christl.
Seit Mitte Mai befindet sich der Angeklagte in U-Haft. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest, bei einer Verurteilung drohen ihm ein bis 10 Jahre Haft. VorseinerAusforschungsoll
der Verdächtige Peter D. versucht haben, sich das Leben zu nehmen, er lag dann mehrere Wochen auf der Intensivstation: Er war - wie berichtet - am 5. Mai auf der B 1 im Gemeindegebiet von Asten mit seinem Pkw auf einem geraden Straßenabschnitt plötzlich auf die Gegenfahrbahn gerast und frontal in einen Holztransporter gekracht. Christl: "Wir gehen davon aus, dass das in suizidaler Absicht erfolgt ist." Andere Personen waren bei dem Unfall glücklicherweise nicht verletzt worden.

Zwei Kreislaufkollapse
Die Polizei war auf den Haustechniker aufmerksam geworden, weil er sowohl bei der ersten Brandlegung als auch beim verheerenden Garagenbrand am 23. April offenbar vor Aufregung jeweils einen Kreislaufkollaps erlitten hatte und medizinisch betreut werden musste. Bei dem Feuer in der Tiefgarage war er außerdem der Einzige, dem es gelungen war, sein Auto ins Freie zu retten.
Die betroffenen Nachbarn waren überrascht, als sie hörten, wer hinter den Taten stecken soll: "Es ist eine Mischung aus Trauer und Schock, uns tut vor allem seine Familie leid", brachte Doris G. die Stimmung auf den Punkt.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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