28.08.2017 15:28 |

Altlast

Fabrikabriss wird überwacht

Die dringende Sanierung einer Altlast im Klagenfurter Wohngebiet steht vor dem Beginn. Wie berichtet, soll die alte Lederfabrik Neuner geschleift, der kontaminierte Boden ausgetauscht werden. Das Land will bei der Altlastsanierung kein Risiko eingehen: Um Anrainer vor Emissionen durch Bauschutt und Lärm zu schützen, wurde ein Konzept ausgearbeitet, strenge Auflagen wurden erteilt.

Wegen der Ausbreitung des gesundheitsgefährdenden Chrom über das Grundwasser hat die Sanierung der Altlast für das Umweltbundesamt hohe Priorität. "Es ist klar, dass man endlich handeln muss. Man sieht, wie fahrlässig hier in der Vergangenheit mit der Umwelt umgegangen worden ist - wir müssen das jetzt ausbaden", sagt Umweltmediziner Hans-Peter Hutter. Da das Land weiterhin keinen Umweltmediziner hat, wurde der Arzt der Medizinischen Universität Wien beauftragt, die Sanierung zu begleiten. Denn die heikle Baustelle liegt im Wohngebiet. Eine Reihe an Maßnahmen sollen die Beeinträchtigungen für die Anrainer minimieren und dafür sorgen, dass alles glatt läuft.

Unter anderen geht es um die Schallemissionen. Um beim Abriss der teils kontaminierten Gebäude die Ausbreitung auch von Staub zu verringern, wurde ein Konzept ausgearbeitet. Das gesundheitsschädliche Chrom sowie Arsen müssen bestimmt, Feinstaub gemessen werden. Albert Kreiner von der Landesregierung: "Zusätzlich zu einem genauen Konzept wurden 35 Auflagen erteilt. Eine behördliche Bauaufsicht wird eingerichtet." Auch für die Entsorgung des kontaminierten Baumaterials gibt es genaue Regeln.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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