23.08.2017 18:38 |

Kritik an Klubs

Professor fordert Tattoo-Verbot für Fußball-Profis

Tattoos liegen bei diversen Fußball-Stars hoch im Trend. Zlatan Ibrahimovic, Arturo Vidal, Kevin-Prince Boateng oder auch Lionel Messi sorgen nicht nur auf dem Feld mit Toren für Aufsehen, sondern auch mit unzähligen Tätowierungen. Ein deutscher Uni-Professor kritisiert nun die deutschen Klubs und fordert ein Tattoo-Verbot.

"Ich würde Tätowierungen verbieten. Bei den Klubs wird jede Kleinigkeit ernst genommen, da geht dieses Verhalten gar nicht", sagt Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln.

Leistungseinbruch und gesundheitliche Risiken
Zahlreiche Studien zeigen einen Leistungseinbruch bei Fußball-Profis in der ersten Zeit nach einer Tätowierung. "Den Vereinen würde es gut tun, ihrer Verantwortung und der Leistungsfähigkeit ihrer Spieler mehr Beachtung zu schenken", so Froböse, der auch vor gesundheitlichen Risiken warnt: "Die Haut ist das größte Organ, das wir haben. Und wir vergiften es."

Laut diversen Untersuchungen würden 60 bis 70 Prozent der Tinte nicht in der Haut bleiben, sondern in die Blutbahn übergehen. "Die Regeneration leidet darunter, die Frische ist nicht mehr voll da", so der 60-jährige Professor.

Erst vor kurzem gab es bei Bundesligist Eintracht Frankfurt Ärger wegen einem tätowierten Spieler. Kurz vor dem DFB-Pokalfinale hatte sich Abwehrspieler Guillermo Varela ein Tattoo stechen lassen, das sich entzündete. Der Verteidiger wurde suspendiert.

Manchester City-Star Leroy Sané hat den gesamten Rücken tätowiert:

Auch Kevin-Prince Boateng liebt Tattoos:

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