Mo, 22. Oktober 2018

Wrabetz stellt klar:

04.07.2017 17:42

"Keine Einflussnahme der Politik auf den ORF"

Alexander Wrabetz ortet keine verstärkten Versuche der Politik, Einfluss auf den Küniglberg zu nehmen. "Ich sehe da keine großen Veränderungen", sagte der ORF-Generaldirektor. Den Privatsendern, die unlängst einen Forderungskatalog an die Politik losgeschickt hatten, attestiert er "Chuzpe" und sieht sogar einen "medialen Putschversuch".

"ZiB 2"-Frontmann Armin Wolf hatte im Juni bekanntlich vor steigendem Druck der Politik auf den ORF gewarnt. Wrabetz kann einen solchen aber nicht erkennen. "Wir sind das wichtigste Informationsmedium der Österreicher. Daher werden wir ganz genau beäugt", meinte er im Interview mit "tv-media". "Die Politik ist in Vorwahlzeiten traditionellerweise höchst aufmerksam, aber in der Realität gibt es keine Einflussnahme der Politik."

Haushaltsabgabe statt ORF-Gebühren? Wrabetz spektisch
Dass der Verband Österreichischer Privatsender in seinem Forderungskatalog für den österreichischen Medienmarkt jede Menge Änderungsbedarf beim ORF ortet, erzürnt Wrabetz. "Man kann das entweder gelassen als Chuzpe sehen oder auch - weniger gelassen - als medialen Putschversuch", so Wrabetz. Was den Wunsch nach einer allgemeinen Haushaltsabgabe statt der ORF-Gebühr betrifft, zeigte sich Wrabetz "sehr skeptisch": "Ich will jedenfalls keine Haushaltsabgabe, die dazu dient, andere Anliegen mitzufinanzieren."

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