Funktionsuntüchtig

Handgranate gefunden – und auf Polizeipult gelegt

Österreich
16.05.2017 11:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein 69-Jähriger hat am Montag in Wien eine - funktionsuntüchtige - Handgranate gefunden und zu einem Mistplatz der MA 48 gebracht. Als sich die dortigen Mitarbeiter für nicht zuständig erklärten, begab sich der Mann in eine Polizeiispektion und legte sie dort auf das Pult. Die Granate wurde ins Freie gebracht und dann vom Entschärfungsdienst abtransportiert.

Der Mann fand die Splitterhandgranate aus dem Zweiten Weltkrieg gegen 14.30 Uhr, als er gerade dabei war, ein Lager am Bischof-Faber-Platz in Währing zu räumen. Daraufhin brachte er das Kriegsrelikt zum Mistplatz der Stadt Wien in die Richthausenstraße. "Die Mitarbeiter der Müllentsorgung teilten ihm mit, dass der Fund ein Kaliber zu groß für die Problemstoffsammlung sei und verwiesen ihn an die Polizei", berichtete die Exekutive.

Granate von Sprengstoffexperten untersucht
Der 69-Jährige stellte die Granate, die in einer Metalldose verwahrt war, dann folgsam bei der Polizeiinspektion Gersthofer Straße auf das Pult des wachhabenden Polizisten, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Die Beamten brachten das Kriegsgerät ins Freie, wo es von einem Sprengstoffexperten untersucht wurde, ehe es der Entschärfungsdienst des Innenministeriums abtransportierte. Die Granate dürfte mehrere Jahrzehnte in dem Lager unentdeckt geblieben und funktionsuntüchtig gewesen sein.

Warnung vor dem Hantieren mit Kriegsrelikten
Die Polizei warnt davor, Kriegsrelikte anzugreifen. Beinahe wöchentlich werden im Wiener Gemeindegebiet Munition, Granaten und auch Fliegerbomben gefunden oder bei Bauarbeiten ausgegraben. Trotz des hohen Alters der Waffen muss bei jedem gefundenen Gegenstand von einer potenziellen Gefahr ausgegangen werden. Deshalb soll mit dem Kriegsmaterial keinesfalls hantiert werden, der unmittelbare Fundort soll sofort verlassen und die Polizei unter dem Notruf 133 verständigt werden.

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