Die Entscheidung hat Schöttel laut eigenen Aussagen bereits vor einigen Wochen getroffen. Die Bekanntgabe seines Entschlusses sei nun aber durch das Verhalten der Fans nach dem Schlusspfiff am Samstagabend beschleunigt worden. Die Rapid-Fans waren einige Minuten nach Spielende aufs Feld gestürmt und hatten vor dem Eingang zu den Spielerkabinen skandiert: "Wir haben die Schnauze voll."
Heftige Krankl-Kritik als Grund für Rückzug
Als Schöttel versuchte, die Gemüter zu beruhigen, schallten ihm "Hanse, Hanse"-Rufe entgegen, da einige Anhänger lieber Rapid-Legende Hans Krankl auf diesem Posten sehen würden. Als einen der Hauptgründe für seinen Rückzug führte Schöttel die regelmäßige und heftige Kritik von Krankl an, der nun nach Ende seiner Teamchef- Tätigkeit als Kolumnist tätig ist.
Da ist sehr viel gegen meine Person passiert, und das ist nicht das, was mich interessiert. Die Vereinsführung hat von meinem Entschluss schon länger Bescheid gewusst, Peter Pacult jedoch nicht", sagte Schöttel.
Rapid-Präsident Rudolf Edlinger nahm den Rücktritt des grün-weißen Urgesteins mit Bedauern zur Kenntnis und muss sich nun in den kommenden Tagen und Wochen auf die Suche nach einem Nachfolger für Schöttel machen. Zu den Anwärtern auf diesen Posten zählt laut Aussage des Klub-Chefs definitiv nicht der von einigen Fans geforderte Krankl. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hans Krankl diesen Posten auf Grund seiner Qualifikation bewältigen könnte", betonte Edlinger.
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