27.04.2017 14:22 |

507 Mio. Jahre alt

Ur-Meerestier mit Dosenöffner-Scheren entdeckt

In Kanada haben Wissenschaftler ein 507 Millionen Jahre altes, außergewöhnlich gut erhaltenes Meerestier-Fossil entdeckt, das Scheren wie Dosenöffner hatte. Bei dem versteinerten Tier handle es sich um einen Gliederfüßer, der Licht auf den Ursprung sogenannter Mandibeltiere werfe, berichten Paläontologen der University of Toronto und des Royal Ontario Museum.

Trotz ihrer heute enormen Vielfalt sei der Ursprung der Mandibeltiere noch weitgehend ein Rätsel, hieß es von den Forschern. Bisher habe es nur spärliche Hinweise gegeben, wie die ersten Gliederfüßer mit Paaren von Mandibeln ausgesehen haben mögen. Auch habe man keine Vorstellung von den anderen Merkmalen gehabt, die zu der beispiellosen Vielfalt dieser Gruppe von Lebewesen geführt habe.

Tier lebte vermutlich in tropischem See
Das nun entdeckte Fossil tauften die Wissenschaftler Tokummia katelepsis. Es ist benannt nach dem Fluss Tokumm, der durch den Marble Canyon im Norden des Kootenay-Nationalparks in der kanadischen Provinz British Columbia fließt. Das Tier lebte demnach wahrscheinlich in einem tropischen See, in dem es von Lebewesen nur so wimmelte und gehörte mit einer Länge von mehr als zehn Zentimetern zu den größten Räubern des Kambrium. Seine Scheren seien groß, aber zugleich auch feingliedrig und komplex und ähnelten der Form von Dosenöffnern, so die Forscher.

Fossil in Schieferschicht gefunden
Vor einer halben Milliarde Jahre stieg die Zahl der Tierarten auf der Erde plötzlich sprunghaft an. Die Phase wird Kambrische Explosion bezeichnet, praktisch alle heute existierenden Tierstämme entstanden damals. Der Burgess-Schiefer in Britisch-Columbia gilt als bester Fundort für kambrische Fossilien - auch Tokummia katelepsis wurde dort gefunden.

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