06.04.2017 22:09 |

Auf Stiegen geprallt

Baby bei Sturz gestorben: Ermittlungen gegen Vater

Schreckliches Drama in Matzen im niederösterreichischen Bezirk Gänserndorf: Beim Gang über die Treppen rutschte einem zweifachen Familienvater sein erst kürzlich geborenes, drei Wochen altes Baby vom Arm. Der Säugling prallte auf den Stiegen auf und erlitt dabei derart schwere Verletzungen, dass er noch vor Ort starb - so weit die Darstellung des Vaters, über die die Polizei am Donnerstag informierte. Nun ermittelt allerdings die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung.

Das schreckliche Drama nahm am Dienstagabend gegen 19.15 Uhr seinen Lauf, wie ein Polizeisprecher gegenüber krone.at erklärte. Ein 26-jähriger Bulgare, der in dem betreffenden Haus zur Untermiete wohnt, sei mit seinem drei Wochen alten Baby auf dem Arm und seinem zweiten Kind an der Hand die Treppe nach unten gegangen. "Der Säugling rutschte dem Vater plötzlich aus dem Arm und stürzte auf die Fliesenstiegen", schilderte der Sprecher.

Rettung erst nach 40 Minuten verständigt?
Die Staatsanwaltschaft Korneuburg teilte am Donnerstagnachmittag mit, Ermittlungen gegen den Vater aufgenommen zu haben. Am Abend berichtete der ORF, der Mann habe das Kind nach dem fatalen Sturz zurück in die Wohnung gebracht, aber erst 40 Minuten später die Rettung verständigt.

Die Einsatzkräfte versorgten den Säugling zwar umgehend, er erlag jedoch kurze Zeit später seinen Verletzungen, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Friedrich Köhl. Die angeordnete Obduktion habe vorläufig ergeben, dass "ein Sturz über die Stiege nicht auszuschließen ist", so Köhl. Weitere Aufschlüsse sollen das schriftliche Obduktionsgutachten und der Abschlussbericht der Polizei liefern.

Gemeinde unter Schock
Ein Kriseninterventionsteam war nach dem Vorfall vor Ort und kümmerte sich um die Familie. Der geschockte 26-jährige Vater konnte vorerst nicht näher zum Geschehen befragt werden. "Ein sehr tragischer Vorfall", kommentierte Bürgermeisterin Claudia Weber gegenüber der "Krone". Die Gemeinde steht unter Schock.

 krone.at
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