06.04.2017 10:53 |

PSX 2017

Auf diese (VR-)Titel können sich PS4-Gamer freuen

Ein halbes Jahr ist Sonys PlayStation VR nun bereits am Markt erhältlich. Das Angebot an Spielen für die VR-Brille hält sich jedoch nach wie vor in Grenzen. Das soll sich in den kommenden Wochen und Monaten allerdings ändern, wie Sony auf seiner PlayStation Experience in München versprach. krone.at war vor Ort und hat einen ersten Blick auf kommende PS4-Highlights geworfen.

Zu diesen zählt definitiv "Farpoint", zumindest in Sachen VR. Der exklusiv für die Sony-Konsole entwickelte Sci-Fi-Shooter entführt Gamer in eine ferne, außerirdische Welt, in der sie sich gegen fremde Lebensformen zur Wehr setzen müssen, die direkt Paul Verhoevens Film "Starship Troopers" entsprungen zu sein scheinen.

Was das Ganze so spaßig macht, ist jedoch nicht allein der Umstand, dass man sich gewaltigen Alien-Krabben gegenübersieht, sondern diesen mit dem neu entwickelten (optional erhältlichen) Ziel-Controller entgegen treten darf. Im Prinzip handelt es sich bei diesem um eine elegantere Neuauflage bzw. Weiterentwicklung des "Move Sharp Shooters" für die PS3.

Ausgestattet mit zwei Analog-Sticks, sämtlichen Buttons sowie Vibrationsfeedback, lässt es sich mit der beidhändig zu führenden Zubehör-Waffe vortrefflich und vor allem präzise durch die farbenprächtige Alien-Welt ballern, und das auf Wunsch im Koop auch zu zweit. Das VR-Erlebnis wird durch den Controller jedenfalls umso intensiver, spielen lassen soll sich "Farpoint" aber auch mit einem regulären Dualshock-Controller. "Farpoint" erscheint bereits am 17. Mai, eine offizielle UVP für den Ziel-Controller gibt es bislang nicht.

"StarBlood Arena"
Die Zeit bis dahin könnten sich Gamer mit Multiplayer-Weltraum-VR-Shooter "StarBlood Arena" vertreiben, der bereits kommende Woche, nämlich am 12. April erscheint. Gamer dürfen darin als einer von neun zur Auswahl stehenden Piloten in einem individualisier- und aufrüstbaren Raumflitzer Platz nehmen und sich in diversen Modi wahlweise alleine gegen Bots, im Koop zu zweit oder in Team-Deathmatches für bis zu acht insgesamt Spieler behaupten und ihr Fliegertalent unter Beweis stellen.

Dass es dabei drunter und drüber geht, erweist sich selbst für Menschen mit ausgeprägter Motion Sickness als relativ unproblematisch. Denn die Entwickler von sowohl "StarBlood Arena" als auch "Far Point" scheinen inzwischen dazugelernt und Kinderkrankheiten früherer VR-Titel beseitigt zu haben. Konstant hohe Framerates sorgen nun bei den beiden genannten Titeln dafür, dass das Geschehen auch bei schnelleren Kameraschwenks bzw. Kopfbewegungen nicht stockt und sich dadurch auch natürlicher anfühlt. Der Magen dankt es einem.

"Star Trek: Bridge Crew"
Bei Ubisofts "Star Trek: Bridge Crew" hat man dagegen in anderer Hinsicht dazugelernt. Bei unserem ersten Ausflug auf die Kommandobrücke der U.S.S. Aegis im vergangenen Jahr auf der Gamescom in Köln wirkte die Kulisse noch sehr rudimentär. Mehr als einige wenige virtuelle Schalter zu drücken oder umzulegen hatte man als Sternenflotten-Offizier damals nicht. Inzwischen ist die Materie deutlich komplexer geworden - wohl mit ein Grund dafür, dass der Titel statt wie ursprünglich geplant Ende November 2016 nun erst am 30. Mai für PlayStation VR, Oculus Rift und HTC Vive erscheint.

Auf der in München spielbaren Original-Brücke der U.S.S. Enterprise NCC-1701 wurde allerdings auch schnell deutlich, dass den bis zu vier gemeinsam operierenden Offizieren mit zunehmender Komplexität die Entscheidungsfindung deutlich schwerer fällt: Denn den Dutzenden bunten Tasten und Knöpfen vor einem fehlen die Beschriftungen. Im Eifer des Gefechts den richtigen Schalter für Schilde oder Phaser zu finden, wird somit zur Herausforderung - doch gerade davon lebt der auf Interaktionen der Spieler untereinander basierende Titel auch. Und: Wer gar nicht mehr weiter weiß, kann sich einblenden lassen, welche Bedeutung die einzelnen Tasten haben.

"DiRT 4"
Abseits der VR-Titel galt das Interesse der anwesenden Journalisten auf der PlayStation Experience vor allem zwei Titeln: Codemasters Rallye-Game "DiRT 4" und Bethesdas Sci-Fi-Shooter "Prey". Ersteres war in München bereits anspielbar, allerdings erst in einer frühen Alpha-Version, die wenig Rückschlüsse über das finale Gameplay und vor allem die finale Grafik erlaubt. Das am 9. Juni für PS4, Xbox One und PC (via Steam) erscheinende Game verspricht jedoch zahlreiche Neuerungen, die wichtigste: Mit "Your Stage" hält ein Rennstrecken-Editor Einzug, der es Spielern nach Auswahl der Örtlichkeit und Eingabe von nur zwei Strecken-Parametern ermöglichen soll, eine nahezu unendliche Anzahl eigener Rennstrecken zu erstellen und mit Freunden zu teilen.

"Prey"
Ganz auf sich allein gestellt sind Gamer dagegen in Bethesdas "Prey": Als letzte und einzige Hoffnung der Menschheit, diese vor der Auslöschung durch eine durch Mimikry perfekt getarnte und daher besonders heimtückische Alien-Bedrohung zu bewahren, geht es in dem atmosphärisch packenden Sci-Fi-Shooter ums nackte Überleben an Bord der Raumstation Talos 1. Was sich nach einer gut einstündigen Demo bereits sagen lässt: "Prey" punktet mit packender Atmosphäre, Schrecken einjagendem Sound, cleverem Story-Telling und abwechslungsreichen Gameplay, gilt es doch nicht nur von menschlichen, sondern auch außerirdischen Waffen bzw. Kräften Gebrauch zu machen und aus gesammeltem Schrott hilfreiche Ausrüstungsgegenstände zu basteln. Ähnlichkeiten zu "BioShock", aber vor allem "Dishonored" sind durchaus gegeben, was jedoch keineswegs schlecht zu bewerten ist. Ob "Prey" den Erwartungen gerecht wird, erfahren wir ab dem 5. Mai, wenn der Titel für PS4, Xbox One und PC erscheint.

"Drawn to Death"
Weniger düster, dafür umso abgedrehter geht es im Multiplayer-Shooter "Drawn to Death" zur Sachen, der aktuell für PlayStation-Plus-Mitglieder kostenlos erhältlich ist. Wir konnten uns in München bereits in ein kurzer Vier-Spieler-Deathmatch wagen und waren von den erfrischenden Ideen vor allem in puncto Waffen-Auswahl und der irrwitzigen Zeichen-Optik sehr angetan. Wann kann man schon mal mit einem huckepack auf der Schulter hockenden und Trümmerl werfenden Affen in die Schlacht ziehen? Wer den Stil und Humor früherer Skateboard-Spiele mag, ist bei diesem Shooter jedenfalls gut aufgehoben.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle

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