Land wird immer älter

Chinas Geburtenrate sinkt 2025 auf Rekordtief

Ausland
19.01.2026 07:42
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist alarmiert: In China kommen immer weniger Babys zur Welt. Gleichzeitig gehen viele „Babyboomer“ in Pension, die Gesellschaft wird immer älter. Eine Erhöhung des Pensionsalters soll den Arbeitsmarkt entlasten.

Chinas Geburtenrate ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Je 1.000 Einwohner kamen nur noch 5,63 Kinder zur Welt, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Damit erreichte die Geburtenrate den tiefsten Stand seit Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949. Als weiteres Zeichen für den demografischen Wandel sank Chinas Bevölkerungszahl Stand Ende 2025 weiter auf knapp 1,405 Milliarden, ein Rückgang um rund 3,4 Millionen Menschen im Vergleich zum Vorjahr.

Wenig Geburten trotz End der „Ein-Kind-Politik“
Chinas Gesellschaft altert. Die Menschen bekommen immer weniger Kinder, obwohl vor mehr als zehn Jahren die Ein-Kind-Politik endete, mit der Peking über Jahrzehnte das Bevölkerungswachstum kontrollierte. Zu den Gründen zählt, dass in großen Städten Erziehungs- und Bildungskosten hoch sind. Die Regierung versucht seit dem vergangenen Jahr, mit Kindergeld Abhilfe zu schaffen.

In China kommen immer weniger Kinder zur Welt.
In China kommen immer weniger Kinder zur Welt.(Bild: AP/Andy Wong, Krone KREATIV)

„Babyboomer“ gehen in Rente
Parallel erlebt das Land einen Rentenboom. In den kommenden Jahren werden die „Babyboomer“ – die Menschen der geburtenstarken Jahrgänge aus den 1960er-Jahren – in Rente gehen. Bis 2050 dürften laut Schätzungen 520 Millionen Menschen in China 60 Jahre oder älter sein.

China will Pensionsalter anheben
Die steigende Zahl an Senioren und sinkende Arbeitnehmerschaft belasten die Rentenkasse der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Chinas Regierung begann deshalb im vergangenen Jahr, das Renteneintrittsalter schrittweise anzuheben. Über die folgenden 15 Jahre steigt die Grenze für Männer von 60 auf 63 Jahre. Bei Frauen, für die bisher je nach Berufsgruppe zwei Renteneintrittsalter galten, erhöht sich diese Schwelle entweder von 50 auf 55 Jahre oder von 55 auf 58 Jahre.

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