Mindestens 19 Tote

Wegen Waldbränden: Chile ruft Notstand aus

Ausland
19.01.2026 08:33
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Chile wüten Waldbrände, die schon mindestens 19 Menschen in den Tod gerissen haben. Tausende mussten vor den Feuern fliehen, jetzt hat der Präsident den Notstand ausgerufen.

Chiles Präsident Gabriel Boric hat den Notstand in den Regionen Ñuble und Biobío etwa 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile ausgerufen. Mehr als 50.000 Menschen wurden zudem durch die seit nunmehr zwei Tagen tobenden Brände vertrieben, wie die chilenischen Behörden am Sonntag (Ortszeit) mitteilten. Fast 4.000 Feuerwehrleute sind gegen die Flammen im Einsatz.

„Sehr schwierige Bedingungen“
Die Ausrufung des Notstands ermöglicht eine Unterstützung der Feuerwehr durch die Armee. In dem Hafendorf Lirquén patrouillierten am Sonntagabend Soldaten in den Straßen. Chiles Präsident Boric besuchte die Großstadt Concepción in der Region Biobío, um den Feuerwehreinsatz zu begutachten. Er kündigte eine Ausgangssperre in den betroffenen Städten an und warnte vor „sehr schwierigen“ Bedingungen.

Waldbrände in Chile keine Seltenheit
Die von Hitze und starkem Wind angefachten Flammen erfassten mehrere Wohngebiete, unter anderem in Concepción. Besonders hart getroffen ist die naheliegende Stadt Penco. Nach Angaben des Bürgermeisters stammen die meisten Todesopfer in der Region von dort. In den vergangenen Jahren richteten mehrere Waldbrände in Chile schwere Verwüstungen an. Im Februar 2024 kamen 138 Menschen bei Bränden in Viña del Mar in der Touristenregion Valparaíso ums Leben.

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