06.04.2017 14:19 |

Mordfall Bögerl

Verdächtiger nach negativer DNA-Probe wieder frei

Knapp sieben Jahre nach dem Mord an der Bankiersgattin Maria Bögerl aus der deutschen Stadt Heidenheim in Baden-Württemberg hat die Polizei am Mittwochabend einen Verdächtigen festgenommen, der in betrunkenem Zustand vor Zeugen erklärt haben soll, er habe die Frau erstochen. Am Donnerstag hieß es dann aber aus Ermittlerkreisen, die DNA-Probe des Mannes sei negativ - damit komme er kaum noch als Täter infrage. Er befindet sich bereits wieder auf freiem Fuß.

Der 47-Jährige aus dem Raum Heidenheim soll im Juli 2016 im westfälischen Hagen betrunken vor zwei Zeugen gesagt haben, er habe Maria Bögerl erstochen. Außerdem soll der Mann tatrelevante Angaben gemacht haben. Die beiden jungen Männer zeichneten das Gespräch mit einem Handy auf und alarmierten die Polizei.

Polizei suchte mit Stimmprobe nach dem Mann
Mit einem Phantombild und einer Stimmprobe suchten die Ermittler daraufhin in ganz Deutschland nach dem Mann. "Nach unserer Einschätzung könnte dieser Unbekannte tatsächlich der Mörder von Maria Bögerl sein", sagte der leitende Ermittler Michael Bauer von der Polizei in Ulm am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst". Am Ende der Sendung hieß es bereits, es habe "eine Reihe von Hinweisen" aus dem TV-Publikum gegeben, erste Überprüfungen konkreter Personen seien bereits angelaufen.

Der Tatverdächtige wurde schließlich aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung festgenommen. In der Nacht auf Donnerstag twitterte das BKA, es habe in einem Mordfall aus dem Jahr 2010 eine Festnahme gegeben.

Nach Einvernahme und DNA-Abgleich freigelassen
Ein Polizeisprecher teilte Donnerstagfrüh dann in Ulm mit, der festgenommene Tatverdächtige habe angegeben, einen Hass auf die Familie Bögerl gehabt zu haben. Im Verhör habe er aber bestritten, an der Entführung und Ermordung der Frau beteiligt gewesen zu sein. Nachdem auch seine DNA nicht mit Spuren vom Tatort übereinstimmte, teilte die Polizei am Nachmittag mit, der Mann sein "nicht dringend tatverdächtig". Er wurde freigelassen.

Bankiersgattin im Jahr 2010 entführt und ermordet
Nach der Entführung Bögerls im Mai 2010 hatte der Täter 300.000 Euro verlangt. Die Übergabe des Lösegelds scheiterte, Anfang Juni fand ein Spaziergänger dann die verweste Leiche der 54-Jährigen an einem Waldrand bei Heidenheim. Die zweifache Mutter war erstochen worden. Im Auto der Frau hatte die Polizei DNA-Spuren entdeckt, die mutmaßlich von dem oder den Entführern stammen. Der Ehemann von Bögerl tötete sich später selbst - er war in Verdacht geraten, in den Fall verwickelt zu sein.

 krone.at
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