03.11.2006 19:21 |

EU über Iran

Russland lehnt Resolutions- Entwurf ab

Der russische Außenminister Lawrow lehnt die Vorschläge der EU für Sanktionen gegen den Iran ab. Was die EU-Troika Frankreich, Deutschland, Großbritannien vorgelegt habe, gehe "weit über das hinaus, was wir vereinbart haben", sagte Lawrow nach einem Treffen mit EU-Vertretern zur Vorbereitung des nächsten EU- Russlandgipfels vom 24. November in Brüssel.

Sein Land sei weiter zu Maßnahmen gegen das Atomprogramm des Iran bereit, sie müssten aber vernünftig und angemessen sein, sie müssten der realen der Situation entsprechen und sollten stufenweise angewendet werden. Lawrow bekräftigte die Forderung, der Iran dürfe sein Atomprogramm nur zu friedlichen Zwecken nutzen.

Ebenfalls für Freitag war eine Beratung über den Resolutionsentwurf im UN-Sicherheitsrat in New York geplant. Der Entwurf fordert unter anderem ein Handelsembargo für alle Materialien, die zu der umstrittenen iranischen Urananreicherung beitragen könnten sowie ein Reiseverbot für Personen, die am Atomprogramm mitwirken.

Für Aufregung sorgten unterdessen am Freitag Tests neuer iranischer Raketen. Teheran forderte die USA auf, auf Militärübungen in der Region zu verzichten. Washington solle jeden Schritt vermeiden, der die Spannungen erhöhen könnte, sagte am Freitag ein iranischer Admiral anlässlich des iranischen Großmanövers. Dem am Donnerstag begonnenen Manöver der iranischen Streitkräfte ging zu Beginn der Woche eine Militärübung von US-Einheiten am Golf voraus. US-Außenministerin Rice sagte, Teheran wolle der Welt zeigen, dass es sich nicht an der Beschaffung der Atombombe hindern lasse. "Aber die Welt muss sagen: 'Doch, das werden wir'."