Jara hatte Mateschitz auf "Unterlassung und Widerruf kreditschädigender Äußerungen" geklagt. Der 55-jährige Tiroler lässt sich den Vorwurf nicht gefallen, es habe "Unregelmäßigkeiten bei Spielertransfers" gegeben. In der ersten Tagsatzung des Zivilverfahrens am Donnerstag sollten beide Parteien vor Richter Friedrich Gruber ihre Sichtweise darlegen.
Überhöhte Provisionen?
Jara wurde am 3. Juni vom Salzburger Bundesliga-Verein gefeuert. Seither kämpft er gegen seine Entlassung an und beschäftigt die Gerichte. Jara erhoffte sich vom Zivilverfahren laut seinem Anwalt, dass Mateschitz seine Vorwürfe konkretisiere. Es gehe offensichtlich um überhöhte Provisionen. Bei 16 Spielervermittlern - darunter dem ehemaligen FC Tirol-Manager Robert Hochstaffl - soll die Provision zu hoch gewesen sein. Im Schriftsatz von Red-Bull-Anwalt Reinhard Ratschiller steht, dass insgesamt 2,5 Millionen Euro an Provisionen ausbezahlt wurden. 1,7 Mio. Euro seien überhöht, wie der Hauptvorwurf von Red Bull lautet.
Bei der Befragung erklärte Mateschitz, dass er sein Engagement im Fußball langfristig betrachte, daher wolle er sich von jeglichem Sumpf fern halten. Deshalb habe er Jara gleich zu Beginn persönlich gesagt, dass er nicht mit Hochstaffl zusammenarbeiten dürfe. Jara habe als sportlicher Direktor aber Handlungsfreiheit und -vollmacht bei den Spielertransfers gehabt. Nach der Befragung des Red-Bull-Chefs wurde Jara einvernommen.
Bilder (c) Joachim Maislinger
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.