21.12.2016 22:36 |

Gegen Rechte

Berliner nach Anschlag: "Wir halten zusammen"

Rund 800 Menschen sind am Mittwochabend gegen Kundgebungen der Alternative für Deutschland bzw. der NPD in Berlin auf die Straße gegangen. Nachdem ein Terrorist am Dienstagabend zwölf Menschen mit einem Lkw auf einem Weihnachtsmarkt getötet hatte, wollten die rechten Parteien die grausame Bluttat für politische Zwecke instrumentalisieren. Doch die Berliner zeigten: "Wir halten zusammen!"

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Mit roten Herzen und Plakaten mit der Aufschrift "Keine Nazis, nirgends. Keine Islamisten, nirgends" und "Wir lassen uns nicht teilen" protestierten am Mittwochabend rund 800 Menschen in der Nähe des Bahnhofs Zoo gegen Kundgebungen der AfD und der NPD. Die NPD hatte zuvor zu einer Demonstration unter dem Motto "Grenzen dicht machen" aufgerufen. Laut Polizeiangaben erschienen bei der rechten Kundgebung rund 130 Menschen.

"Wir lassen nicht zu, dass geistige Brandstifter den entsetzlichen Anschlag für ihre Hetze und ihren Hass instrumentalisieren", sagte der grüne Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu, der zur Gegenkundgebung aufgerufen hatte, laut einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung".

Videos auf Twitter zeigen, wie die Besucher der Gedenkveranstaltung am Nachmittag den Song "We are the World" anstimmen:

Vor dem CDU-Parteigebäude kam es zu Amtshandlungen der Polizei, nachdem sich mehrere Demonstranten der rechten Identitären-Gruppierung vor dem Gebäude niederließen. Im Regierungsviertel folgten laut Angaben der Behörden rund 200 Menschen am Abend einem Aufruf für "Mehr Sicherheit für Deutschland", zu dem unter anderem AfD-Mitglieder eingeladen hatten. Auch dort kam es zu einer Gegendemonstration. Bei allen Kundgebungen sei es friedlich geblieben.

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